Einweihung der Herwig-Blankertz-Schule in Ex-Kaserne

Auf dem Weg zum Zentrum der Bildung

Wolfhagen. Die Konversion ist erfolgreich: Gestern wurde der neue Bildungscampus auf dem ehemaligen Kasernengelände in Wolfhagen eingeweiht. Die Festredner sparten dabei nicht mit Superlativen. Als ein Jahrhundertprojekt bezeichnete Schulleiter Karl Völksen das neue Zentrum der Herwig-Blankertz-Schule und den geplanten Hessencampus.

Innerhalb von vier Jahren entstand auf dem Gelände der ehemaligen Pommernkaserne eine Bildungsstätte mit modernster Ausstattung und einem der größten gebäudeintegrierten Solardächer in Deutschland. Die Solarmodule auf der ehemaligen Panzerhalle produzieren jährlich 142 000 Kilowatt Strom - genug für 35 Einfamilienhäuser.

„Dies ist ein historischer Tag für den Landkreis und die Stadt“, so Landrat Uwe Schmidt in seiner Festrede. Es gäbe bundesweit nur wenige Beispiele einer schnellen und so gelungenen Konversion einer militärischen Einrichtung in einen Campus für Bildung wie hier. Damit setze der Landkreis ein Zeichen und übernehme regionale Verantwortung. „Für die Umsetzung des Hessencampus werden wir uns weiter engagieren“, versprach Schmidt. Damit auch künftig ganztags und am Wochenende Leben auf dem Campus herrsche. Ministerialdirigent Dieter Wolf, der die Kultusministerin vertrat, erklärte, dass Wolfhagen mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle übernehme. Der Bildungscampus habe große Bedeutung für die Region. Auch der ehemalige Staatsminister Dr. Alois Rhiel sieht „die Region im Aufbruch“.

In den 30er-Jahren wären auf dem Gelände Waffen produziert worden, heute sei die neue Botschaft der Frieden, so Bürgermeister Reinhard Schaake. Die ehrgeizigen Zukunftspläne des Bürgermeisters: CO2-Neutralität auf dem gesamten Areal des Geländes. Dies soll mit Holzvergasungsanlagen erreicht werden, die demnächst in Betrieb gehen.

ZUM TAGE

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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