Freudenthaler Jagdpächter setzen Belohnung auf Ergreifung der Täter aus

Wer zerstörte die Hochsitze im Wald?

Freudenthal. Hans Röse aus Freudenthal ist so sauer, wie er wohl nur selten in seinem Leben war: Am Samstagmorgen entdeckte der Jagdpächter, dass unbekannte Täter seine drei Hochsitze im Wald zerstört hatten.

Einer war niegelnagelneu. Den Schaden schätzt Röse auf 5000 Euro. Er hat bei der Polizei Strafanzeige erstattet.

Ein solcher Frevel sei in Freudenthal noch nicht vorgekommen, berichten die beiden Jagdpächter und Freunde Hans Röse und Arnold Boland. Sie hatten gemeinsam in wochenlanger Arbeit die Ansitze gebaut – mächtige Konstruktionen. Die geschlossenen Kanzeln befanden sich auf einer Höhe von fünf Metern. Ein solches hohes Holzgerüst habe man natürlich gut sichern müssen, berichten die beiden Jagdpächter: Ein jedes sei mit ungezählten, 18-Zentimeter langen Nägeln verankert gewesen.

Um so größer müsse doch der Zeit- und Kraftaufwand gewesen sein, den die Täter fürs zerstörerische Werk aufwendeten: „Die hat einer mit schwerem Gerät wie einem Vorschlag- oder Spalthammer auseinander gekloppt“, sagt Hans Röse. Arnold Boland vermutet, dass die Täter mindestens zu zweit im Wald gewütet haben. „Einer alleine hätte es doch nie geschafft, die Hochsitze um zu schmeißen“, sagt er.

Die Freudenthaler Jäger müssen nun ihr Eigentum reparieren, die um gestürzten Holzbauten mit einem Frontlader aufrichten und schauen, ob die Kanzel noch zu retten, noch irgendwelche Teile zu verwenden sind. „Das ist wie bei einem Unfallwagen: Wenn der Rahmen verzogen ist, ist alles hin“, sagt Röse.

Er geht nun einen ungewöhnlichen Weg: Er setzt eine Belohnung von 1000 Euro zur Ergreifung der Täter aus. „Vielleicht haben sie ja irgendwo mit ihrem Vandalismus angegeben“, sagt Röse. Für ihn ist das Kopfgeld eine Präventivmaßnahme: Lieber bezahle er jetzt eine Belohnung als irgendwann wieder einen hohen Schaden. (bra)

Quelle: HNA

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