Teil der italienischen Inblu Group

Ziegenhainer Hersteller Schuh-Rohde ist erneut verkauft worden

Ziegenhain. Von einst 1000 auf 50 Mitarbeiter: Schuh-Rohde ist erneut verkauft. Nach der zweiten Insolvenz innerhalb von zehn Jahren wird der Ziegenhainer Schuhhersteller Teil der italienischen Inblu Group.

Rohde wird als eigenständiges Unternehmen und als Hauptmarke in Deutschland in die Gruppe integriert. Der Standort Schwalmstadt und rund 50 Arbeitsplätze bleiben erhalten, so Insolvenzverwalter Frank Schmitt von der Kanzlei Schultze & Braun. Die Mitarbeiter waren Mittwoch in einer Mitarbeiterversammlung über den erfolgreichen Verkauf informiert worden. „Hinter uns liegen schwierige Monate, in denen wir mit widrigen Bedingungen kämpfen und schwierige Entscheidungen treffen mussten, aber die Anstrengungen haben sich gelohnt“, zeigt sich Insolvenzverwalter Schmitt zufrieden mit dem Ausgang der Verhandlungen.

Rohde geht nach Ansicht von Schmitt deutlich gestärkt aus diesem Verfahren hervor: „Zwar haben wir Sanierungsschritte durchführen müssen, die für uns schmerzhaft waren“, sagt Schmitt mit Blick auf die jüngste Entlassungswelle, bei der 30 Menschen ihre Arbeit verloren (wir berichteten). „Aber mit dem Einstieg der Inblu Group hat Rohde einen Partner an die Seite bekommen, der die Kenntnis und die Mittel hat, um Rohde am Markt weiter erfolgreich zu platzieren“, ist der Insolvenzverwalter sich sicher.

Die Gruppe besteht seit den späten 1970er-Jahren und vereinigt mehrere Gesellschaften in Italien, Polen, Indien, Deutschland und der Ukraine unter einem Dach. Inblu produzierte im Jahr 2016 mehr als 30 Millionen Schuhe in gruppeneigenen Firmen und beliefert mehr als 1000 Partner, insbesondere in den europäischen Märkten.

Mehrere Kündigungswellen und häufig wechselnde Unternehmensführungen hat der Schuhhersteller hinter sich. 2012 war die Produktion von Ziegenhain nach Transnistrien, einem nicht anerkannten Staat bei Moldawien, verlagert worden.

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Quelle: HNA

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