Ministerium bestätigt Pläne zur Sicherungsverwahrung

Ziegenhainer JVA weiter im Fokus

Schwalmstadt. Nach der Idee von Justizminister Jörg-Uwe Hahn sollen künftig in Hessen Sicherungsverwahrte anderer Bundesländer aufgenommen werden. Hahn hatte ein entsprechendes Konzept bei der Konferenz der Justizminister in Halle vorgestellt. Eine wichtige Rolle könnte dabei auch die Justizvollzugsanstalt Schwalmstadt spielen.

Das wurde gestern Bürgermeister Wilhelm Kröll vom Justizministerium bestätigt. Ob dabei an den Neubau einer Einrichtung auf dem Parkplatz der JVA-Bediensteten in unmittelbarer Nähe zum Gefängnis gedacht werde, sei allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, erklärte Kröll im Gespräch mit der HNA.

Landtagsabgeordnete Regine Müller (SPD) begrüßt die Idee Hahns: „Der Standort Schwalmstadt hat Kapazitäten und Erfahrung beim Thema Sicherungsverwahrung und besitzt dafür bestens ausgebildetes Personal.“ Das sollte bei der Standortentscheidung durch die Landesregierung ein gewichtiges Argument sein. Außerdem sei die Arbeit der JVA in der Bevölkerung anerkannt und respektiert.

Die Karlsruher Richter verlangen eine therapeutische Ausrichtung der Sicherungsverwahrung. Zudem wird eine räumliche Abgrenzung vom Strafvollzug gefordert: Sicherungsverwahrte müssen in gesonderten Gebäuden untergebracht werden. (syg)

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Quelle: HNA

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