Thema in der Stadtverordnetenversammlung

Zieht Tegut um in die Treysaer Innenstadt?

Treysa. Der Tegut-Markt Treysa könnte in absehbarer Zeit in die Stadtmitte rücken. In der Stadtverordnetenversammlung am heutigen Donnerstag geht es um die Möglichkeit der Verlagerung in die Schmelzau, bekannt als Ex-Volvo-Kohl-Gelände.

Ein Investor aus Kalbach (Landkreis Fulda) hat die Grundstücke in der Schmelzau gekauft und die Umzugs- und Neubaupläne zusammen mit Tegut dem Magistrat und den Fraktionsspitzen vorgestellt. Das war bereits vorigen Sommer.

In den Unterlagen für die Stadtparlamentssitzung heißt es, dass es danach ein grundsätzlich positives Votum gab. Inzwischen ist der Kalbacher Investor auch Eigentümer des bisherigen Tegut-Standorts an der Friedrich-Ebert-Straße, denn das bisherige Bauplanungsrecht müsste an der Stelle eingeschränkt werden. Derzeit scheint es nicht ausgeschlossen, dass dem alten Tegut ein neuer, aber deutlich kleinerer Discounter – Verkaufsfläche bis 1200 Quadratmeter – nachfolgt. Das und die Frage, ob in der Schmelzau ein neuer Tegut-Markt mit 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen kann, steht im Mittelpunkt.

Im selben Zusammenhang geht es aber auch um einen möglichen Umzug des Bürofachmarktes von der B 454/Ziegenhain ebenfalls in die Schmelzau. Den Hintergrund bildet das Schwalmstädter Einzelhandelskonzept, ein Teil des Büromarktsortiments sollte nur in den Innenstädten angeboten werden. Das Bauleitverfahren wurde wegen der Verlagerungsidee nach Treysa gestoppt, vorerst, wie es heißt.

Tegut-Pressesprecherin Stella Kircher bestätigte auf HNA-Anfrage, dass man Gespräch sei mit der Stadt und verschiedene Optionen geprüft würden. Detaillierte Informationen über eine mögliche Verlagerung könnten erst nach einer Entscheidung gegeben werden. 

Das Angebot ist schon groß 

Um die Nutzung der Schmelzau gegenüber dem Walkmühlenzentrum in Treysa geht es schon seit Jahren, derzeit befinde sich das Areal „in einem unbefriedigenden städtebaulichen Zustand“, heißt es in den Unterlagen. Grundsätzlich gilt das Angebot an Lebensmitteln in Schwalmstadt als bereits zu groß (Zentralitätskennzahl 149 Prozent). Über die ersten Umzugswünsche des Fuldaer Unternehmens Tegut berichtete die HNA schon im September 2010. Für einen Neubau und Umzug in die Schmelzau müsste das Stadtparlament der Ausweisung eines Sondergebietes zustimmen.


Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Foto: Uwe Zucchi/dpa

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