Ziel: Mehr Vielfalt für Melsunger Markt

Tristesse beim Markt am Samstag: Insbesondere in der kalten Jahreszeit schlagen nicht alle Händler ihre Stände auf. Vorgestern waren es fünf, die – mit reichlich Abstand zueinander – meist von Stammkunden besucht wurden. Foto:  Müller-Neumann

Melsungen. Die Neuorganisation des Melsunger Wochenmarktes gehört zu den Aufgaben der neuen Stadtmanagerin Daniela Sperling. Das teilte Bürgermeister Dieter Runzheimer der Stadtverordnetenversammlung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion mit.

Deren Geschäftsführer Reinhold Thiemann hatte unter anderem wissen wollen, wie sich die Stadt um einen attraktiveren und ansprechenderen Markt bemüht und ob sie bereits erwogen hat, Rahmenbedingungen wie die Standgebühren zu verändern und auf diese Weise mehr Anbieter zu gewinnen.

Zum letzten Punkt sagte Dieter Runzheimer, pro Quadratmeter Standfläche seien 50 Cent fällig. Diese Gebühr sei seit 1991 unverändert geblieben. Mit einer Senkung werde die Stadt wohl keinen zusätzlichen Anreiz für einen attraktiveren Markt schaffen. Vielmehr sei eine grundlegende Neukonzeption des Marktes nötig.

Allerdings, so der Rathauschef: „Neue Anbieter mit einem attraktiven Sortiment lassen sich leichter überzeugen, wenn sich bereits ein gut funktionierender Markt etabliert hat.“

Die Höhe der Standgebühren war nie Gesprächsgegenstand, seit die Stadt im Jahr 2007 den Versuch unternahm, den Markt für Kunden attraktiver zu machen und neue Standbetreiber zu gewinnen, teilte Dieter Runzheimer mit.

Viele Ideen seien erörtert worden, unter anderem die, Stände dichter anzuordnen und so überhaupt mehr Marktatmosphäre zu erzeugen.

Auch habe es Überlegungen gegeben, den damals nicht verpachteten Ratskeller als Markthalle zu nutzen. Doch die Idee wurde wegen der kleinen Fläche und der schlechten Zugänglichkeit schließlich verworfen, sagte Runzheimer.

Vergeblich habe auch Günther Semmler-Lootz vom Kasseler Landesbetrieb Landwirtschaft nordhessische Marktbetreiber für Aktivitäten in Melsungen zu gewinnen versucht. Runzheimer: „Leider konnte kein weiterer Anbieter gewonnen werden.“

Die Standbetreiber hätten sich bei den damaligen Gesprächen allerdings durchaus zufrieden mit der Situation gezeigt. Sie hätten lediglich den Wunsch geäußert, frühzeitig über Sonderveranstaltungen informiert zu werden, weil dann ihre Stände verlegt werden müssen. (lgr)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare