Christine Bertholdt ist neue Vorsitzende der Soroptimistinnen im Club Fritzlar-Homberg

Ihr Ziel sind starke Frauen

Engagement für die Allgemeinheit ist ihr wichtig: Christine Bertholdt, die neue Vorsitzende der Soroptimistinnen im Club Fritzlar-Homberg. Foto: Hebeler

Fritzlar/Edertal. Die Soroptimistinnen sind ein Serviceclub nur für Frauen, der – ähnlich wie die Rotarier und die Lions – aus ausgewählten Mitgliedern besteht und sich für das Allgemeinwohl engagiert. Der Club Fritzlar-Homberg, dem Frauen aus der Region angehören, hat jetzt eine neue Präsidentin: Christine Bertholdt aus Edertal-Giflitz.

Soziales Engagement legt die 61-Jährige bereits als Leiterin der Grundschule in Odershausen an den Tag: Mittagessen, Schulfahrten und pädagogische Förderung für Kinder aus sozial schwachen Familien sind ihr wichtig.

Partnerschaft mit Nepal

Darüber hinaus gründete sie eine Partnerschaft zu einer Schule in Nepal. „Die Kinder der Auenbergschule erfahren die Lebensbedingungen der Kinder dort, und wir sammeln anlässlich unserer Schulfeste“, sagt Christine Bertholdt.

Bei den monatlichen Treffen der Soroptimistinnen in der Fritzlarer Kaiserpfalz hat sie Frauen aus ganz unterschiedlichen Berufen und mit ganz verschiedenen Lebensläufen kennen.

„Diese Treffen bestärken uns in unserem Tun und zeigen uns, wie wichtig dieses Engagement ist“, sagt Christine Bertholdt. Deshalb setzen sich die Sorores, wie sich die Soroptimistinnen nennen (vom lateinischen: die Schwestern) derzeit für den nordhessischen Mädchenbus ein.

„Für Jungen gibt es die Fußballvereine und die Feuerwehr, aber die Mädchen haben keine Möglichkeit untereinander oder mit erwachsenen Frauen über die Dinge zu reden, die ihr Leben bewegt“, sagt die 61-Jährige.

Unter dem Motto: „Starke Frauen“ will Christine Bertholdt ihre Amtszeit von – zunächst – zwei Jahren führen. Dabei sollen zum einen die Stärken des Vereins herauskristallisiert werden, und zum anderen möchte sie Frauen einladen, die Vorbilder sein könnten.

Den Impuls zu diesem Motto bekam die vierfache Mutter durch ein Referat von Dr. Auma Obama aus Kenia, einer Halbschwester Barack Obamas. Diese Frau leitet eine Stiftung die sich „Starke Stimmen“ nennt und Kindern in Afrika dazu verhelfen möchte ihr eigenes Leben selbst zu bestimmen.

Das internationale Projekt der Sorores in Fritzlar befasst sich mit einer Schule in Dschibuti, die derzeit keine staatliche Unterstützung bekommt und ohne die Hilfe aus Deutschland schließen müsste.

Darüberhinaus haben die Soroptimistinnen Kontakt zu einer Mädchenschule in Afghanistan aufgenommen.

Der neue Vorstand der Soroptimistinnen setzt sich zusammen aus:

Clubpräsidentin: Christine Bertholdt, Edertal-Giflitz, Vizepräsidentin: Sandra Aguirre, Schriftführerin: Gisela Dorst, Programmdirektorin: Ulrike Dorst und Schatzmeisterin: Gisela Schönbohm.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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