Vergabe der Stromkonzession

FEE ist auf der Zielgeraden: Parlamente entscheiden über Konzessionsvergabe

Melsungen. Eine Entscheidung mit einer 20 Jahre währenden Konsequenz steht heute auf der Tagesordnung der Melsunger Stadtverordneten: Sie haben über die Vergabe der Stromkonzession zu entscheiden. Die beiden Bewerber sind die Fulda-Eder Energie (FEE) und die Eon Mitte.

Die Parlamente in Gudensberg, Edermünde, Guxhagen, Körle und Morschen haben sich bereits pro FEE entschieden. In Niedenstein fällt ebenfalls heute Abend die Entscheidung, morgen in Malsfeld und in der kommenden Woche folgt als letzte Kommune Spangenberg.

Sollten sich alle neun Kommunen für die Vergabe an die FEE entscheiden, beginnen die Übergabegespräche mit dem derzeitigen Inhaber der Konzessionen, der Energienetz Mitte. Das ist die Netzgesellschaft der EAM. Inhalt der Gespräche wird unter anderem der exakte Umfang der Netze sein, die übergeben werden und vor allem deren Wert. Bisher seien die FEE-Kommunen von zwölf bis 13 Millionen Euro ausgegangen, sagt Ralf Lengemann, Geschäftsführer der Fulda-Eder Energie.

Solange die Übergabe noch nicht abgewickelt sei, verlängere sich der Vertrag automatisch um ein Jahr. Frühestens 2015 werde die FEE also Eigentümerin der Netze sein und mit ihrem strategisch operativen Partner (Städtische Werke Kassel) das Geschäft beginnen. Der Vertrieb laufe indes schon Verträge können in allen Bürgerbüros abgeschlossen werden.

"Wir schauen aber zuvor mit großem Interesse auf die ausstehenden Entscheidungen in den Parlamenten", sagt Lengemann. Im Melsunger Haupt- und Finanzausschuss votierten acht von neun Mitgliedern für die Vergabe an die FEE, ein Mitglied enthielt sich der Stimme.

Ein Rechtsanwaltsbüro (Freiburg) und das Büro für Energiewirtschaft (Aachen) hatten im Auftrag der Stadt Melsungen unter anderem eine Wirtschaftlichkeitsprüfung vorgenommen. Das Ergebnis fiel dabei klar für die FEE aus.

In den vergangenen Jahren erhielt Melsungen jährlich etwa 500.000 Euro aus den Konzessionserträgen. (ddd)

Öffentliche Sitzung, DGH Kirchhof, Beginn 19 Uhr

Quelle: HNA

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