Bürgermeister Andreas Schultheis informierte über die Finanzlage in Schrecksbach

„Zielsetzung ist die Null“

Zuhören: Gespannt lauschten das Publikum den Ausführungen des Bürgermeisters zum Haushalt in Schrecksbach. Fotos: Rose

Schrecksbach. Bürgermeister Andreas Schultheis klärte am Montagabend die Schrecksbacher über die Finanzlage der Gemeinde auf: Er hatte zu einem Informationsabend in die Mehrzweckhalle eingeladen.

Immerhin, stellte Schultheis zunächst gleich klar, ein Anfang sei bei den Jahresabschlüssen gemacht: Der erste - es fehlen noch die Abschlüsse seit 2009 - sei fertig, die Nachfolgerin des Büroleiters habe in den vergangenen Wochen „übermenschliches“ geleistet. Die Abschlüsse sind notwendig, um den Haushalt für 2015 überhaupt einbringen zu können. Und die dafür erforderliche Genehmigung der Aufsichtsbehörde zu erhalten.

Seit der Einführung der Doppik - das war im Jahr 2010 - haben sich Fehlbeträge in Höhe von knapp 2,4 Millionen Euro angesammelt, erklärte Schultheis. „Die Zielsetzung ist es, die Null zurecht zu kriegen, und das wird mit unangenehmen Sachen verbunden sein. Das Wassergeld haben wir aktuell im Blick, 2016/17 werden höhere Gebühren für Abwasser und Kanal kommen“, sagte der Bürgermeister.

Einsparpotential gebe es bei den Sach- und Dienstleistungen. Die Differenz zu 2012, „und daran muss ich mich messen lassen“, läge bei 112 500 Euro. Etwa 10 000 Euro seien pro Monat bereits eingespart worden. Noch einmal verdeutlichte Schultheis das Verhältnis von Schlüsselzuweisungen: Die betrage 1,2 Millionen Euro. Die Kreis- und Schulumlage schlage jedoch mit 1,5 Millionen zu Buche. Die Differenz, also etwa 244 500 Euro, habe die Gemeinde zu tragen.

Einen Ausblick gab der Bürgermeister auf den Haushalt 2015. Unumgänglich sei eine Hangabstützung am Gassenacker an der Gemeindestraße Röllshausen, Kosten etwa 25 000 Euro. Im Kindergarten Schrecksbach plane man den Austausch der Leuchtmittel. Die Umrüstung auf LED koste etwa 9000 Euro, es sei jedoch eine Zuwendung der EKM in Höhe von 4600 Euro zu erwarten. Nötig sei auch der Wegebau in Röllshausen: Es beteiligten sich finanziell die Jagdgenossen. Die Beteiligung am Ordnungsbehördenbezirk Borken koste die Gemeinde 6500 Euro, „hier können wir beim Blitzen jedoch künftig auch etwas einnehmen“. Die Investitionspauschale des Landes betrage 102 000 Euro, so dass auf Gemeindeseite 70 000 Euro stehen blieben.

„Klar ist aber, dass 2015 keine weiteren Kredite aufgenommen werden“, sagte Schultheis. Als erfolgreiches Projekt nannte der Bürgermeister den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Rölls-hausen, der unter den veranschlagten Kosten blieb. „Das ist der immensen Eigenleistung der Feuerwehrkameraden zu verdanken.“ Als nächstes stünde die Renovierung des Holzburger Feuerwehrhauses an. Laut Schätzungen werde der Umbau etwa 265 000 Euro kosten, vom Land käme ein Zuschuss in Höhe von 190 0000 Euro. 50 000 Euro müssten in Eigenleistung erbracht werden, so dass die Gemeinde letztlich 25 000 Euro zuschießen müsste. Kurz schnitt Schultheis das Thema Flüchtlinge an: „Wir haben keine Wohnungen, aber im Notfall muss das Dorfgemeinschaftshaus herhalten“, sagte er. Den Menschen müsse geholfen werden: „Und das muss sozialverträglich gestaltet werden.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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