Neueröffnung eines Kindergartens spätestens 2019 

Zierenberg plant neue Kita im alten Hallenbad

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Im Fokus: Im Kindergarten (hinten rechts im Bild) sind die Kapazitäten erschöpft. Die Stadt Zierenberg prüft derzeit, ob das ehemalige Hallenbad zu einem weiteren Kindergarten umgebaut werden kann. Aktuell leben hier noch bis März Flüchtlinge.

Zierenberg. Der städtische Kindergarten in Zierenberg platzt aus allen Nähten.

Anfang März wird die siebte Gruppe in der Kernstadt eröffnet. „Spätestens Mitte 2019 benötigen wir eine weitere achte Gruppe“, sagt Bürgermeister Stefan Denn. Die Geburtenzahlen deuten an, dass sich die Zahl von aktuell 110 Kindern weiter erhöhen wird. Außerdem sei es Ziel der Stadt, eine Betreuung für Kinder unter zwei Jahren anzubieten. Um das Problem zu lösen, ist jetzt das ehemalige Hallenbad in den Fokus gerückt, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem vorhandenen Kindergarten befindet. In dem umgebauten Gebäude hat der Landkreis Kassel derzeit noch sieben Flüchtlinge untergebracht.

Nach Auskunft von Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises, werden in den kommenden vier Wochen die letzten Asylbewerber in Wohnungen ziehen beziehungsweise anderweitig untergebracht. Dann würde der Kreis die Gemeinschaftsunterkunft für eine Nachnutzung zur Verfügung stellen. Derweil sind im Etat 2018 50 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie bereitgestellt worden. Damit werden die Kosten eines möglichen Umbaus ermittelt. Dieser wird laut Denn sehr aufwändig. Sollten die Kosten im Rahmen bleiben, stehe eine Anpachtung oder ein Kauf des Gebäudes an. „Wird es zu teuer, ist die Alternative ein neuer Kindergarten auf der grünen Wiese“, erklärt der Rathauschef.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Kritik von Eltern, die sich für ihre Kinder eine U2-Betreuung vor Ort wünschten. Bisher kooperiert die Stadt Zierenberg mit einer Einrichtung in Calden und Tagesmüttern. Eltern, die einen Platz für ihr Kleinkind benötigen, erhalten aktuell einen Zuschuss der Stadt. Stefan Denn hofft, dass die Stadt mit dem Umbau des Hallenbades oder einem Neubau, auch für diese Kinder künftig ein Angebot direkt in der Stadt schaffen kann.

Quelle: HNA

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