Am Zierenberger Bahnhof informierte die Polizei über richtiges Verhalten

Zierenberg. Die Bundespolizei war mit der jährlichen Aktion „Gefahr an Bahnanlagen" zum Schulstart nach den Sommerferien auch in Zierenberg. 2013 stürzte ein Zwölfjähriger vom Bahnsteig am Zierenberger Bahnhof auf die Gleise und verletzte sich. Diesen Vorfall nahm die Polizei  zum Anlass über Gefahren an Gleisen zu sprechen.

Von sieben bis neun und von zwölf bis 14 Uhr waren zwei Beamte der Bundespolizei am Bahnsteig unterwegs.

„Wir sind und können nicht überall sein, aber an Stellen an denen etwas passiert ist, versuchen wir aktiv zu sein“, erklärte der Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel Klaus Arend. Außerdem sei der Bahnsteig in Zierenberg besonders eng und dadurch anfällig für Gefahren.

Arend kennt die immer wieder auftretenden Risiken: „Es kommt immer wieder vor, dass sich gerade Schüler an die Kante des Bahnsteigs setzen oder Spielchen machen.“ So legen Schüler Steine auf die Schienen, die zu gefährlichen Geschossen werden oder spielen das Spiel, wer länger auf den Gleisen bleibt, wenn ein Zug einfährt. Auch wenn die Schulgänger mit ihrer Tasche zu nah am Gleis ständen, könnte es durch die Sogwirkung zu Unglücken kommen.

„Ich habe schon so viel gesehen. Ein Mädchen, das auf die Gleise gefallen ist und schwer verletzt zwischen der Bahn lag. Das bleibt lange im Kopf“, erinnert sich der 51-jährige Polizist.

Dabei könnte man es den Jugendlichen an manchen Bahnhöfen auch nicht einmal zum Vorwurf machen, da wirklich wenig Platz zum Stehen sei, allerdings könnte man auf die Gefahren hinweisen und sensibilisieren, weiß Markus Pisowodzki von der Bundespolizei.

Deswegen sei die Aufklärung über Gefahren im Bahnverkehr ein wichtiger Punkt, um weitere Unfälle zu verhindern.

Schwerpunkt der Aktion ist vor allem der Schüler- und Berufsverkehr. Häufigstes Fehlverhalten sei bei diesen Gruppen das unerlaubte Überschreiten der Gleise, sowie das Nichtbeachten der weißen Sicherheitslinie, erklärt Sonja Koch-Schulte, die Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel. Bei den Schülern käme das Gedrängel dazu.

Ziel sei es vor allem, dass alle sicher an ihr Ziel kämen, insbesondere die Kinder, die zum ersten Mal mit der Bahn zur Schule fahren, aber auch die Zugpendler, die nach der Ferienzeit wieder mit der Bahn unterwegs sind, so Koch-Schulte weiter.

Von Maximilian Bülau

Quelle: HNA

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