Bauarbeiten am 900 Meter langen Durchlass sind voll im Plan

Zierenberger Tunnel: Die Innenschale ist fertig

Verstehen ihr Handwerk: Die Betonbauer Gerhard Schuhmann, Michael Fritz, Daniel Mlakar, Günter Köppel und Markus Lerch gießen derzeit mit einem wuchtigen Schalwagen das Westportal des neuen Zierenberger Bahntunnels. Foto:  Norbert Müller

Zierenberg. Das derzeit wohl größte Bauprojekt im Landkreis Kassel, der Neubau des Bahntunnels Zierenberg, macht deutliche Fortschritte.

Die gut 900 Meter lange Röhre, die den 120 Jahre alten, derzeit noch genutzten, aber stark sanierungsbedürftigen Durchgang zwischen Zierenberg und Fürstenwald ersetzen wird, hat inzwischen ihre endgültige Betonschale erhalten. 89 Gewölbeblöcke mit einer derzeit lichten Höhe von 6,80 Metern wurde dazu im Berg eingebaut, dazu das Portal an der Ostseite in Richtung Fürstenwald. Das Portal auf der Westseite im Zierenberger Bereich ist gerade in Arbeit.

Rund 15 000 Kubikmeter Beton wurden für die im Gewölbe 40 Zentimeter und im Bereich der Sohle 1,20 Meter dicke Betonschale verbaut. Angemischt wurde der Baustoff im eigenen Betonwerk an der Baustelle. Weitere 10 000 Kubikmeter waren während des Vortriebs im Berg zur Sicherung der Röhre verbraucht worden. Und es wird noch mehr Beton benötigt: Für das Anlegen von zwei unterirdischen Löschwasserbassins mit einem Fassungsvermögen von je 250 Kubikmetern Wasser. Vor jedem Portal wird ein solches Löschwasserreservoir angelegt. Und schließlich werden die Schienen im Tunnel in ein Betonbett gelegt, da werden dann bis zum Frühjahr 2018 weitere 1700 Kubikmeter Beton fällig.

Man liege aktuell voll im Zeitplan, sagt Pafos Busch, Bauleiter der österreichischen BoMo Tunneling GmbH, die für den Bau mit Ausnahme der Gleisarbeiten zuständig ist. Damit das so bleibt, werde weiter an sieben Tagen pro Woche am Tunnel geschafft. Derzeit sind 30 Mitarbeiter der Firma an der Baustelle eingesetzt, überwiegend für die Betonarbeiten, zu denen auch das Anlegen der Fluchtstege gehört.

Im Spätsommer 2018 soll die Strecke durch den neuen Tunnel in Betrieb gehen. Und dabei soll auch der Kostenplan, der laut Hans-Martin König von der Kurhessenbahn für den Bau rund 30 Millionen Euro vorsieht, eingehalten werden. ZUM TAGE, HINTERGRUND, 4. SEITE

Quelle: HNA

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