Bußgeld für Umweltsünder

Zigarettenkippe wegwerfen: Wer im Wolfhager Land erwischt wird, muss zahlen

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Wolfhagen. Wer seinen Zigarettenstummel auf die Straße wirft, anstatt ihn im Mülleimer zu entsorgen, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Kontrolliert werden solche Vorfälle zwar durch die zuständigen Ordnungsämter im Wolfhager Land, doch nur selten wird jemand beim Wegschnippen erwischt.

Geregelt ist das Wegwerfen von Zigaretten, Kaugummis, Papier und anderen Abfällen in der sogenannten Gefahrenabwehrverordnung, die für Straßen, Wege, Plätze und Grünflächen der Stadt Wolfhagen gilt. „Wer öffentliche Wege verschmutzt, muss ein Verwarngeld bezahlen“, sagt Helmut Rupp, der das Ordnungsamt in Wolfhagen leitet. Als Richtwert würden dabei zehn Euro gelten. Das bestätigt auch Wolfgang Fischer vom Ordnungsbehördenbezirk Habichtswald. 

Dort ist die Entsorgung von Abfällen über das Kreislaufwirtschaftsgesetz geregelt. In den dazugehörigen Gemeinden Breuna, Naumburg, Bad Emstal, Habichtswald und Zierenberg werden ebenso zehn Euro Bußgeld verlangt. „Daran sind wir allerdings nicht zwingend gebunden. Es kann auch bei einer mündlichen Verwarnung bleiben. Gegebenenfalls werden auch mehr als zehn Euro veranlasst“, so Fischer. Das hänge davon ab, wie sich die Person, die ihre Zigarette auf die Straße geworfen hat, verhalte. Teurer würde es also für denjenigen werden, der sich beispielsweise nicht einsichtig zeige.

Dass jemand allerdings ertappt wird, wie er seine Zigarette auf die Straße schmeißt, komme nur selten vor. „Eine Person auf frischer Tat zu erwischen, ist schwierig. Das ist dann eher Zufall“, so Fischer. Zwar könnten auch Zeugen direkt das Ordnungsamt kontaktieren und die entsprechende Person melden, doch auch das käme nicht häufig vor: „Das Anzeigeverhalten ist zurückhaltend.“ Auch im Ordnungsamt in Wolfhagen würden selten Anrufe wegen einer solchen Ordnungswidrigkeit eingehen.

Quelle: HNA

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