Zirkus Trumpf: Manege frei für die Familie

Am Freitag geht es los: Manfred Schickler, Darleen Trumpf und der Rest der Familie will bis Sonntag das Publikum mit einer Mischung aus Akrobatik, Clownerie, Jonglage und Tierdressur begeistern. Foto: Kamisli

Neumorschen. Noch haben die Mitglieder des Zirkus Trumpf eine Menge zu tun, bis es am Freitag in Neumorschen heißt: Manege frei.

Bis Sonntag gastiert der Familienzirkus mit seinem Programm auf der Fuldawiese an der Rasenstraße. „Jonglage, Akrobatik an Ringen und Trapez, Messerwerfen, Pferdenummer, Clownerie, Feuerspucken - wir bieten ein bunt gemischtes Programm“, sagt Ilona Brumbach-Trumpf.

Sie moderiert die Vorstellung, während der Rest der Familie mit den einzelnen Nummern das Publikum begeistern will. Seit acht Generationen betreibt die Familie den Zirkus, drei Generationen stehen gemeinsam in der Manege. Woche für Woche wird das Zelt an einem anderen Ort aufgeschlagen und das acht Monate im Jahr.

Manfred Schickler, der unter anderem als Clown Peppino und Feuerspucker auftritt, kann sich ein anderes Leben nicht vorstellen. „Ich liebe es zu reisen und andere Orte und Menschen kennen zu lernen“, sagt er. Seinen ersten Auftritt hatte er mit vier Jahren. Die Eltern, sagt Schickler, vermitteln dem Nachwuchs das Wissen und Können.

Doch er verschweigt nicht, dass kleine Zirkusse mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Es gebe viel Konkurrenz in diesem Bereich und es es sei immer schwerer von Städten und Gemeinden Plätze zu bekommen, auf denen man das Zelt aufschlagen könne.

Seine Tante Ilona Brumbach-Trumpf fügt hinzu: „Oft werden alle kleinen Zirkusse in einen Topf geworfen.“ Klar, gebe es schwarze Schafe in der Branche, aber es seien eben nicht alle gleich. „Wir erfüllen alle Auflagen“, sagt sie über den eigenen Zirkus. In der Regel werde zum Beispiel die Tierhaltung in jedem Kreis vom Veterinär überprüft. Der Zirkus hat vier Ponys, einen Esel, zwei Zwergziegen und zwei Lamas.

Die schulpflichtigen Kinder - wie etwa die 13-jährige Darleen - lernen in der Zirkusschule online. Wenn sich der Zirkus in Nordrhein-Westfalen befindet, kommt ein zum Klassenzimmer umgebauter Wohnwagen an den Standort, sagt Brumbach-Trumpf. Darleen zeigt Akrobatik an den Ringen und mag das Zirkusleben. Sie kann sich heute nicht vorstellen, später einen anderen Beruf zu ergreifen. (kam)

• Vorstellungen: Freitag, 12.Juni, und Samstag, 13. Juni, jeweils um 17 Uhr und Sonntag, 14. Juni, 11 Uhr. Der Eintritt kostet zwischen zwölf und 16 Euro. Nach den Vorstellungen wird Ponyreiten für zwei Euro angeboten.

Quelle: HNA

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