Ertrag geringer ausgefallen als 2012

Zuckerbauern ernteten 500.000 Tonnen Rüben

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Sie steht nicht mehr: Die Dampffahne der Zuckerfabrik hat unser Fotograf am Mittwoch aufgenommen, seit Donnerstagfrüh war dann Schluss mit der Zuckerproduktion und die Dampffahne ist jetzt nicht mehr zu sehen.

Wabern. Die Dampffahne steht nicht mehr über der Zuckerfabrik in Wabern. Um 5 Uhr in der Nacht zu Donnerstag war Schluss mit der Zuckerproduktion.

„Jetzt läuft die Fabrik leer“, sagte Peter Fecke, Leiter der Rübenabteilung im Waberner Werk. Dann gebe es noch Reinigungsarbeiten, aber den Heiligen Abend könnten voraussichtlich alle Mitarbeiter zu Hause verbringen.

Das ist längst nicht immer so. 75 Tage dauerte die Kampagne 2013, im vergangenen Jahr waren es fast drei Wochen länger. Eine halbe Million Tonnen Rüben wurden in der Saison 2013 geerntet, sagte Fecke, deutlich weniger als 2012, als es 650 000 Tonnen waren.

„Es war kein ideales Rübenjahr“, sagt der Rübenexperte im Rückblick. So habe man später aussäen können, und auch der vergleichsweise kalte Mai sei nicht gut gewesen für die Rüben. Außerdem habe es in dieser Zeit relativ viel geregnet.

Mit Regen hatten die Rübenanbauer nun auch in der Erntezeit zu kämpfen. Die Folge: An den Rüben haftete deutlich mehr Erde, Ernte und Reinigung der Feldfrüchte wurden dadurch mühsamer. Dennoch habe das die Ernte längst nicht so stark beeinträchtigt wie es bei gleichem Wetter vor zehn, 15 Jahren der Fall gewesen wäre, sagte Fecke. Moderne Maschinen wie etwa Rübenmäuse würden die Arbeit da deutlich erleichtern. Geholfen habe es auch, Rübenmieten mit Vlies abzudecken, sodass die trocknen konnten. Danach ließ sich die Erde leichter entfernen.

Gemessen an der schwierigen Witterung sei er mit dem Ergebnis zufrieden, sagte der Leiter der Rübenabteilung Fecke. 71 bis 72 Tonnen Rüben pro Hektar (2012: 76 Tonnen), und ein Zuckergehalt von 18 Prozent (2013: 18,2 Prozent) lautet die Bilanz des Zuckerjahres. Für die Mitarbeiter der Fabrik hat es allemal ein süßes Ende: Sie können erstmal die Füße hochlegen.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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