1200 Stunden Winterdienst in drei Monaten: Rund um Neukirchen gab es viel zu tun

Zügiges Räumen war Ziel

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Streu- und Räumdienst: Zehn Mitarbeiter des Neukirchener Bauhofes sowie Mitarbeiter der Firma Schmerer sorgten im Dezember, Januar und Februar für freie Straßen im Knüll.

Neukirchen. Es war einer der trübsten Winter seit 130 Jahren mit teils ungewöhnlich viel Schnee. Das Wetter bescherte auch den kommunalen Bauhöfen in Schwalm und Knüll reichlich Arbeit. In Neukirchen kamen in den vergangenen drei Monaten 1200 Stunden Winterdienst zusammen.

Neben den Mitarbeitern des Bauhofes wurde die Arbeit zusätzlich von einem beauftragten Betrieb – der Firma Schmerer aus Seigertshausen – erledigt. „Kritische Verhältnisse blieben aus, es wurde sorgfältig und gewissenhaft gearbeitet“, sagte Bürgermeister Klemens Olbrich.

In den neun Stadtteilen und auf den 54 Kilometern Gemeindestraßen wurden 110 Tonnen Salz gestreut. Der Streu- und Räumdienst verteilte sich im Dezember, Januar und Februar auf insgesamt zehn Mitarbeiter des Bauhofes. Anfangs waren die Männer mit drei Fahrzeugen, später mit zwei Fahrzeugen unterwegs. Ebenfalls zu Fuß: Und zwar in sechs von neun Stadtteilen.

Für die Stadtteile Seigertshausen, Hauptschwenda und Christerode ist ein Privatunternehmen zuständig, das von der Stadt beauftragt wurde. Diese Aufgabe übernimmt seit zwei Jahren die Firma Schmerer. „Der Vorteil hinsichtlich des Einsatzes des privaten Unternehmens besteht darin, dass die Bauhofmitarbeiter mit ihren Maschinen und Geräten um eine weitere Einsatzgruppe verstärkt werden“, erläuterte Olbrich. Bei Eis- und Schneeglätte sei es für die Sicherheit im Straßenverkehr unerlässlich, die Straßenabschnitte möglichst zügig zu räumen.

Sicherung der Schulwege

Teilweise fuhren die Mitarbeiter mit ihren Fahrzeugen bereits zwischen vier und fünf Uhr morgens los. Oberste Priorität habe die Sicherung der Schulwege gehabt. Auch das Räumen der Steil- und Gefällstrecken sowie das Abstreuen der Kreuzungsbereiche gehörte zu den ersten Aufgaben der Mitarbeiter. „Flachstrecken werden nur im Bedarfsfall geräumt“, verdeutlichte der Bürgermeister.

Aber auch das Räumen der kommunalen Straßen sei mit einem enormen logistischen Aufwand verbunden. Nicht nur die Arbeitskräfte müssten organisiert werden. Beschäftigt sei man zusätzlich mit Anrufen, die bei der Stadt eingingen: „Jeder Beschwerde, dass bestimmte Streckenabschnitte nicht geräumt worden sind, muss nachgegangen werden“, sagte Bauamtsleiter Willi Müller.

Dabei sei eben nicht jede Straße vorrangig, sagt Olbrich. Entsprechend einem Einsatzplan würden die Straßenabschnitte abgearbeitet. Der Magistrat habe den Streuplan im Frühjahr 2012 überarbeitet. Auch der möglichst schonende Einsatz von Salz sei in dem Magistratsbeschluss geregelt worden. „Die Schneeräumung auf den Gehwegen ist nach der Straßenreinigungssatzung Aufgabe der Anlieger“, sagte der Bürgermeister. Demnach sollten Gehwege in einer Breite von 1,50 Metern geräumt werden. Artikel unten

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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