Benefizkonzert: Kasseler Heeresmusikkorps spielte in Egerländer Besetzung auf

Zünftige Polka im Knüll

Gruß aus Böhmen: Mit diesem und anderen bekannten Märschen von Ernst Mosch begeisterte das Heeresmusikkorps II aus Kassel am Mittwochabend die 300 Gäste in der Kulturhalle Schwarzenborn. Fotos: Rose

Schwarzenborn. Zünftige, handgemachte Blasmusik zum Mitklatschen und -schunkeln: Die war am Mittwochabend in der Schwarzenborner Kulturhalle zu hören. Die sogenannte Egerländer Besetzung des Heeresmusikkorps II aus Kassel spielte im Knüll zum Benefizkonzert auf.

Bürgermeister Jürgen Kaufmann freute sich, dass 300 Zuhörer den Weg in die Halle gefunden hatten. Ein Schwarzenborner nahm sogar auf der Bühne Platz: Nämlich Daniel Schneider, der im Posaunenchor des Knüllstädtchens seine Profession zum Trompetespielen entdeckte. Deshalb werde auch ein Teil des Eintrittsgeldes an den Verein gehen, erklärte Kaufmann. Der Erlös wird gedrittelt. Weitere Spenden erhalten das Bundeswehrsozialwerk sowie der Förderkreis Bundeswehrstandort Schwarzenborn, der unter anderem Familienbetreuungsveranstaltungen oder Nikolausfeiern für Soldaten und Angehörige organisiert. Nach der Begrüßung überließ der Bürgermeister Udo Seiffert Bühne und Mikrofon.

Unter seiner Leitung setzten die Musiker gut gelaunt zum rustikalen Reigen an: Ernst Mosch machte die Egerländer Blasmusik mit seiner gleichnamigen Gruppe einst groß. Und so stimmten die Bläser sogleich mit dem Welterfolg „Gruß aus Böhmen“ auf das fast zweistündige Konzert ein. Die Polka „Späte Liebe“ und der Marsch „Gedankensprünge“ zeigten, wie vielfältig die Blasmusik daher kommen kann. In maritimere Gefilde entführte das Orchester mit dem Titel „Unter der Admiralsflagge“.

Schunkelrunde inklusive

Vom charmanten Moderator erfuhren die Gäste, welche Instrumente der Musik ihren unvergleichlichen Klang verleihen. Neben den Flügelhörnern seien vor allem die Trompeter die Melodiebläser. Vorsichtshalber habe man von denen immer zwei dabei, „falls einer mal verschläft, hört es der andere“. Nach der ersten Schunkelrunde mit dem Musikantenmarsch überraschten Udo Seiffert und seine Kollegin Diana Blume mit Gesang im Duett. Seiffert machte sich auch allein am Mikrofon recht ordentlich: Den Walzer „Wenn Opa erzählt von zuhaus“ sang er flott und sicher. Nachdem das Publikum zunächst bedächtig zuhörte, sprang der Funke dann doch recht schnell aus Publikum über: Es wurde eifrig mitgeklatscht und die eine oder andere Schunkelrunde in vollen Zügen genossen. Immer wieder brandete kräftiger Applaus auf.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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