Neuer Bürgermeister für Schrecksbach: Andreas Schultheis wurde am Freitag vereidigt

Zukünftig hart am Wind

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Schreibtischausstattung: Kollege Martin Dietz, Büroleiter Dietmar Schaub und Kindergartenleiterin Marion Radtke (von links) überreichten ihr Geschenk.

Schrecksbach. - Auf dem Chefsessel Probe gesessen hat Andreas Schultheis noch nicht. „Ganz bewusst“, sagt er. Kommende Woche nimmt er als Schrecksbacher Bürgermeister an seinem Schreibtisch Platz.

Am Freitagabend wurde Schultheis in einer Gemeindevertretersitzung in sein Amt eingeführt und vereidigt.

Zur Feierstunde in der Mehrzweckhalle waren politische Vertreter aus Nachbarkommunen, Bürgermeister sowie Gäste aus den Vereinen, der Patenkompanie und der Wirtschaft gekommen. Durch den Abend leitete der Vorsitzende der Gemeindevertretung Martin Michel. Und der stelle sogleich fest: „16 von 17 Gemeindevertretern sind da, wir können in Verhandlung kommen.“

Schrecksbacher Bürgermeister in Amt eingeführt

An diesem Abend gab es in Schrecksbach indes nichts zu rütteln. Im März hatte Schultheis mit 71,1 Prozent die Wahl gewonnen. Dass die zukünftige Aufgabe keine leichte sein werde, gaben ihm viele Gäste mit auf den Weg. Michel drückte es maritim aus: „Ich wünsche dir ein glückliches Händchen am Steuerrad der Gemeinde.“ Hart am Wind komme man schneller voran als mit Rückenwind. Den Zusammenhalt in der Heimat werde er brauchen, prophezeite ihm Landtagsabgeordnete Regine Müller: „Nicht nur als Schwälmerin, auch als Politikerin biete ich Ihnen meine volle Unterstützung an.“

Zu Gast: Auch der frühere Bürgermeister Erich Diehl und seine Frau Edith waren da.

Klemens Olbrich, der für den Städte- und Gemeindebund sowie für seine Bürgermeisterkollegen sprach, bereitete Schultheis auf humorvolle Art und Weise auf sein Amt vor. „Der Wind wird kommen - und zwar aus unterschiedlichen Richtungen und in unterschiedlicher Intensität.“ Außerdem riet er den Schrecksbachern humoristisch: „Bürgermeister sind für alles zuständig. Für offene Kanaldeckel, defekte Laternen und Schlaglöcher. Sprechen Sie ihn rund um die Uhr an, gerne auch am Wochenende, Ostern, Pfingsten oder Weihnachten.“ Bürgermeister hörten außerdem gerne alles, verkündete Olbrich. „Fallen Sie nie mit der Tür ins Haus, erzählen Sie zunächst von Krankheiten oder Nachbarschaftsstreitigkeiten. Dabei kann der Bürgermeister seine Dialogfähigkeit unter Beweis stellen.“ Wichtig sei zu wissen, dass Politiker nur dann entscheiden, wenn sie unter Druck stünden: „Drohen Sie mit dem Fernsehen. Wahlbeamte eignen sich außerdem hervorragend für Diffamierungen“, scherzte Olbrich.

Von Büroleiter Dietmar Schaub und den Kollegen gab es indes Geschenke - eine Schreibtischausstattung sowie eine überdimensionale Brille. „Damit du immer den Durchblick hast.“

Auf gute Zusammenarbeit hoffen auch die Vertreter der Vereine: Andreas Jäckel vom VfB Schrecksbach, Bernd Helmbold vom Vereinsring Röllshausen, Ulrich Hermann aus Holzburg sowie Gemeindebrandinspektor Heinz Schultheiß. Gute Wünsche gab es außerdem vom Männergesangverein, der den Abend musikalisch umrahmte. Das letzte Wort das Abends hatte Andreas Schultheis: „Ich freue mich riesig auf meine neuen Aufgaben. Und diese Freude lasse ich mir durch nichts und niemanden trüben.“

Quelle: HNA

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