Dorferneuerung

Ideenschmiede bei Rundgängen durch Fritzlarer Ortsteile

Hartmut Spogat

Fritzlar. Leerstand und lebendige Dorfkerne, Ärztemangel und eine gute gesundheitliche Versorgung, Angebote für Familie und Senioren, Verkehrssituation und vieles mehr beschäftigt die Menschen in den Dörfern der Region.

Wie sich die Fritzlarer Ortsteile und auch die Kernstadt ganz konkret in den nächsten Jahren entwickeln werden, das können die Bewohner jetzt mitgestalten. Möglich wird das durch das Förderprogramm zur Dorfentwicklung. „Es wird immer über Bürgerbeteiligung gesprochen, bei uns findet sie statt“, sagt Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat und freut sich darüber, dass man das in den Ortsteilen bereits erkannt habe. Denn bereits die ersten Rundgänge waren gut besucht. Zwischen 20 und 40 Personen nahmen jeweils in den Stadtteilen Cappel, Züschen, Ungedanken und Lohne daran teil. „Das ist ein tolles Ergebnis“, sagt Spogat und hofft darauf, dass auch bei den weiteren Rundgängen wieder möglichst viele Bewohner dabei sind.

„Durch die Anregungen der Bürger entstehen tolle Ideen und die gilt es, im nächsten Schritt mit Leben zu füllen“, erklärt Spogat. So sei in Cappel zum Beispiel die Idee zu einem Seniorenspielplatz entstanden und in Wehren gibt es Pläne, den Hofladen zu erweitern. Zwei von vielen Beispielen. Außerdem kämen die Menschen bei den Treffen zusammen und ins Gespräch. „Auch dabei ergeben sich immer neue Dinge“, sagt Spogat, dessen Ziel es ist, selbst bei vielen Stadtteilrundgängen und den anschließenden Workshops dabei zu sein.

An Entwicklung beteiligen

„Es geht darum, sich aktiv mit der Entwicklung der Stadtteile und der Stadt auseinanderzusetzten und auf die Herausforderungen des demografischen Wandels zu reagieren“, erklärt er. Ziel sei es, die Orte zu erhalten, zu entwickeln und zu beleben. „Dazu bedarf es aber der Mithilfe der Bewohner. Diese Möglichkeit ist für Fritzlar einmalig.“

Man könne sich zu verschiedenen Themen einbringen. Nach den Rundgängen und den Workshops werden die Ergebnisse zusammengeführt, anschließend die Ideen zusammengefasst und die Entwicklungsziele festgelegt. Bis zum Ende des Jahres soll das Konzept stehen, dass dann in die Tat umgesetzt werden soll.

Quelle: HNA

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