Bürger sollen einbezogen werden 

Zukunft des Freibads Niederelsungen weiter ungewiss

Wolfhagen. Auch nach Gesprächen zwischen Stadt, Niederelsunger Förderverein und Ortsbeirat ist die Zukunft des Niederelsunger Freibades weiter ungewiss.

Wie wir berichteten, ist mit den Bemühungen der Stadt Wolfhagen, bei den Ausgaben im Haushalt 2018 zu sparen, unter anderem die defizitäre Freizeiteinrichtung aus dem Jahr 1927 in den Fokus gerückt. „Wir suchen händeringend nach einer Lösung und wollen innerhalb der kommenden Monate eine Entscheidung über Erhalt oder Schließung des Bades treffen“, erklärt Klaus Wenzel vom zuständigen Umweltamt der Stadt Wolfhagen. Wenn das Freibad geschlossen wird, könnte auch bereits die Badesaison 2018 ausfallen.

„Wir wollen die Bürger mit ins Boot holen und eine sachliche Diskussion führen.“ Deshalb soll es im neuen Jahr in Niederelsungen eine Bürgerversammlung geben, in der über die Möglichkeit einer Übernahme der Einrichtung durch den Förderverein gesprochen wird. Dafür gibt es aus Sicht der Stadt allerdings einige Voraussetzungen. So muss ein starker Verein das Bad betreiben.

„Es nützt nichts, wenn die Arbeit auf fünf Leuten lastet, die aber auch noch in anderen Vereinen stark eingebunden sind“, so Wenzel. Auch die Frage der Haftung sei nicht unwesentlich. Hinzu kämen die hohen Unterhaltskosten. Das Bad koste im Jahr zwischen 75 000 und 80 000 Euro. Durch die Eintrittsgelder kommen rund 7000 Euro zusammen. Pro Badegast subventioniert die Kommune jede Eintrittskarte in Niederelsungen mit 15 Euro. In Wolfhagen sind es 7,34 Euro.

„Bei einer Vereinsübernahme müssen wir von diesen Kosten herunter“, sagt Wenzel. Das Freibad Niederelsungen wird auch bei den Haushaltsberatungen im Januar Thema sein.

Quelle: HNA

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