Unternehmen aus der Region stellten sich vor 

Zukunft im Blick: Zweite Bildungsmesse in Melsungen informierte Schüler 

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Bei den Workshops wurde fleißig gewerkelt: Patrick Walen (von links), Ali Alizadeh und Wladimir Kobyljanskij zeigten Nico Dörfel wie man einen Hammer anfertigt.

Melsungen. Für viele steht am Ende ihrer Schulzeit noch nicht fest, wie es weitergehen soll. Höherer Schulabschluss, Freiwilliges Soziales Jahr, Studium oder Ausbildung? Für etwas Klarheit wollten die Veranstalter der zweiten Melsunger Bildungsmesse sorgen.

Am Samstag, 24. Februar, informierten sich hunderte Besucher in der Melsunger Kulturfabrik über berufliche und schulische Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten. Insgesamt 66 Aussteller boten einen Einblick in ihre Unternehmen.

Unter den Besuchern waren längst nicht nur Schüler höherer Jahrgangsstufen, auch Jüngere und Berufstätige informierten sich. Der 14-jährige Nico Dörfel, handwerklich interessiert, nutzte das breite Workshop-Angebot. „Ich finde es sehr gut, dass man hier auch mal Dinge ausprobieren und was Neues lernen kann“, sagte Nico.

Organisiert wurde die Bildungsmesse von der Radko-Stöckl-Schule – unterstützt durch die Stadt Melsungen und den Bildungsfonds Schwalm-Eder. Von dem großen Besucherandrang war Markus Gille, stellvertretender Schulleiter, positiv überrascht: „Wir konnten uns schon im vergangenen Jahr über eine sehr gute Resonanz freuen“, sagte Gille. Das große Interesse in diesem Jahr habe die Erwartung aber noch übertroffen.

Nach den guten Erfahrungen aus diesem und dem vergangenen Jahr wolle man die Bildungsmesse fest etablieren, kündigt Markus Gille an.

Positiv werde von vielen Schülern die Möglichkeit wahrgenommen, sich mit nahezu Gleichaltrigen auszutauschen: Größtenteils waren aufseiten der Aussteller Auszubildende vertreten, die auch Fragen über persönliche Erfahrungen während der Ausbildung beantworten konnten.

Als man die Bildungsmesse im Februar vergangenen Jahres erstmalig organisierte, waren 39 Aussteller dabei, etwa 1000 Besucher kamen. Dass man die Bildungsmesse an einem Samstag und nicht an einem Schultag veranstaltet, sei eine ganz bewusste Entscheidung gewesen, erklärt Gille: „Wir wollen, dass die Schüler wirklich freiwillig aus eigenem Antrieb kommen und auch ihre Eltern mitbringen können.“ Das sorge dafür, dass sich die Schüler bewusster und selbstständiger informieren würden. Den Anlass der Bildungsmesse erklärt Gille so: Früher hätten junge Menschen sich noch selbst auf die Suche nach beruflichen Möglichkeiten begeben müssen. Wie es nach der Schule weiterging, sei ein strukturierter Prozess gewesen. „Heute gibt es ein Überangebot an Informationen durch das Internet – da fällt es schwer, den Überblick zu behalten“, sagt Gille. 

Quelle: HNA

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