Zierenberger Zukunftskommission hat schon einiges auf die Beine gestellt

Fit für die Zukunft sein

Zierenberg. Im September 2009 wurde sie gegründet, die Zukunftskommission Zierenberg. Ihr Ziel: die Stadt angesichts des demografischen Wandels für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts fit zu machen. Nach zweieinhalb Jahren legte Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn jetzt eine Zwischenbilanz der Aktivitäten vor. In den drei Bereichen Nachbarschaftshilfe, Stadtentwicklung und Großelternpatenschaften wird aktuell gearbeitet.

Die AG Nachbarschaftshilfe wurde im Frühling 2010 gestartet und beschäftigt sich intensiv mit dem Bedarf von Menschen, die Unterstützung im Alltag benötigen. 18 ehrenamtliche Mitarbeiter helfen zum Beispiel beim Einkauf und beim Ausfüllen von Formularen, sie begleiten Senioren bei Spaziergängen und Arztbesuchen oder übernehmen Fahrdienste. Die Börse Nachbarschaftshilfe wird inzwischen bei der Stadtverwaltung koordiniert.

Problem Leerstand

Die AG Stadtentwicklung beschäftigt sich mit Themen wie der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Belebung der Kernstadt und der Bewältigung des Leerstands. In einem ersten Schritt wurde im Spätherbst 2009 in der Stadtverwaltung ein Leerstandskataster für alle Stadtteile erarbeitet, das alle leer stehenden Häuser erfasst. Dies wird regelmäßig aktualisiert. Bei einer Stadtbegehung wurden „Problemzonen“ ermittelt und Vorschläge für die Gestaltung bestimmter Grundstücke unterbreitet. Weil einige Mitglieder der AG Stadtentwicklung das Thema historische Altstadt intensivieren wollten, wurde im Sommer 2010 der Bürgerverein „Wohnen in der historischen Altstadt“ gegründet. Danach lud man die Eigentümer leer stehender Häuser zu Runden Tischen ein. Dabei wurden Strategien ausgelotet, wie leer stehende Häuser zu vermarkten sind. Darüber hinaus gab es Fortbildungsveranstaltungen zur Sanierung alter Häuser und zur Nutzung von Förderprogrammen.

Großeltern-Patenschaften

Weniger gut läuft die Vermittlung von Großeltern-Patenschaften. Vor allem zugezogene Familien, die in Zierenberg keine Verwandschaft haben, sind an Leih-Omas und Opas interessiert. Bei einem Treffen kamen zwar Eltern mit ihren Kindern, jedoch keine Senioren. Trotzdem wollen die Organisatoren der Austauschtreffen nicht aufgeben.

Die Wünsche der Eltern seien bescheiden. So gehe es meist um zwei bis drei Stunden pro Woche, in denen sie sich eine Betreuung für ihr Kind wünschen. Ein weiterer Termin, zu dem Senioren und interessierte Eltern eingeladen sind, findet am Dienstag, 27. März, von 17 bis 18 Uhr im Kindergarten Zierenberg statt.

Für die Zukunft wünscht man sich weitere Interessierte, die in den Arbeitsgruppen mitarbeiten wollen. Außerdem soll in den kommenden Monaten geklärt werden, wie bereits bestehende soziale Aktivitäten, besonders auch für Kinder und Jugendliche, mit der Arbeit der Zukunftskommission vernetzt werden können.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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