Das kommt 2018

Zukunft des Thermalbades in Bad Emstal steht weiter in den Sternen

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Zukunft ungewiss: Wie es mit dem Thermalbad weitergeht, steht in den Sternen. Durch die Schließung spart die Kommune laut Bürgermeister Pfeiffer jährlich rund 600 000 Euro. Was fehlt, ist vor allem der Kur- und Festsaal, der ebenfalls wegen Einsturzgefahr des Daches gesperrt ist.

Bad Emstal. Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer (parteilos) blickt recht zuversichtlich auf das Jahr 2018.

Wichtige Projekte werden für die Gemeinde angeschoben, auch aus der Schmuddelecke der extrem verschuldeten Gemeinden wird sich Bad Emstal wohl bald herausbewegen.

Finanzen

„Mit Investitionen sind wir in diesem Jahr sehr vorsichtig“, sagt Pfeiffer. Denn: „Wenn wir dieses Jahr ohne Neuverschuldung schaffen, dann sind wir den Schutzschirm los.“ Und das zeichne sich in diesem Jahr ab, der Etat 2018 weise einen Überschuss aus. Aus der Hessenkasse werde die Gemeinde wohl gut 12,5 Mio. Euro erhalten. „Dann sind wir unsere Kassenkredite los und haben kein überzogenes Konto mehr.“ Allein die Darlehen, wie sie die meisten Hausbesitzer auch haben, belasten dann noch die Gemeinde.

Ralf Pfeiffer

Das bringe dann auch wieder Spielräume, die sein Nachfolger im Amt – Pfeiffer verzichtet krankheitsbedingt auf eine Neuwahl und scheidet zum 13. Juli aus dem Amt – „hoffentlich mit Vorsicht nutzt“.

Thermalbad

Im Dezember vergangenen Jahres wurden im Bereich des gesperrten Kursaales und der Gaststätte Deckenverkleidung und Dämmung entfernt, um die Auflieger des Daches untersuchen zu können. Im März, hofft Pfeiffer, werde der Gutachter berichten, dann gelte es zu entscheiden. Er favorisiere einen Abriss von Foyer, Saal und Kneipe bis zur Bodenplatte und den Neubau eines modernen Veranstaltungssaals, der für Hochzeiten ebenso geeignet sein sollte wie für Seminare und kulturelle Veranstaltungen. „Der große Saal fehlt in Bad Emstal“, sagt Pfeiffer, das ebenfalls gesperrte Thermalbad nicht. Die Schließung des Bades entlaste die Gemeindekasse um gut 600.000 Euro jährlich.

Bauplätze

Gerade mal zwei Bauplätze habe die Gemeinde noch im Angebot, und es vergehe kein Tag, an dem im Rathaus nicht nach bebaubaren Parzellen gefragt werde. Deshalb soll ein neues Baugebiet her. Es soll oberhalb der Bahnlinie entstehen und sich westlich an das bisherige Baugebiet „Oberste Eichen“ anschließen. 70 Plätze werde man ausweisen. Zwar sei die Gemeinde derzeit noch in der Bauleitplanung, „wir nehmen aber jetzt schon Reservierungen an“. Ziel sei, bis Ende des Jahres den B-Plan stehen zu haben und mit dem Verkauf beginnen zu können.

Kindergärten

Die Zahl der Kinder nehme auch in Bad Emstal zu, und mit dem neuen Baugebiet hoffe man, auch viele junge Familien nach Bad Emstal locken zu können. Die örtlichen Kindergärten hätten aber jetzt schon ihre Belastungsgrenze erreicht, man müsse also erweitern. Vorstellbar sei, im Kurpark oberhalb des Wohnmobilstellplatzes – ganz in der Nähe des neuen Baugebietes – einen neuen Kindergarten zu bauen, in den die Kita Zwergenhöhle umziehen würde. Nach der Renovierung der Zwergenhöhle würde die Kita Hummelnest dorthin wechseln, und das sanierungsbedürftige Hummelnest würde verkauft.

Was den Balhorner Kindergarten angeht, ist man schon weiter. Dort soll zusätzlich eine Krippengruppe für Kinder unter zwei Jahren eingerichtet werden. „Ab dem Sommer wollen wir die aufbauen“, sagt der Bürgermeister zum Zeitplan. Dazu sollen Räume im Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden.

Schnelles Internet

„Wir hoffen auf das schnelle Internet für alle Ortsteile“, sagt der Bürgermeister und macht damit auch den Balhornern Hoffnung auf die Datenautobahn. Auch dieser Ortsteil solle ans Glasfasernetz angeschlossen werden, möglicherweise schon 2018. Er gehe davon aus, dass Sand und Riede in etwa zwei Monaten ans schnelle Netz gehen werden, „Merxhausen ist schon angeschlossen“.

Quelle: HNA

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