Zunahme der Belastung

Zunahme der Belastung: Verkehr zum Welterbe rollt nun durch Ehlen

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Habichtswald. Der sprunghafte Besucheransturm auf das neue Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe geht an der Gemeinde Habichtswald nicht spurlos vorüber. Das Verkehrsaufkommen in Ehlen hat sich mittwochs und sonntags – an den Tagen der Wasserspiele – deutlich erhöht.

Das sagte jetzt Bürgermeister Thomas Raue. Vor allem rechnet er damit, dass die Belastung zunehmen wird, wenn das Welterbe weiter intensiv vermarktet wird. Wer aus westlicher Richtung über die A 44 anreise, fahre an der Anschlussstelle Zierenberg ab und von dort durch Ehlen zu den Parkplätzen nahe des Herkules, sagt Raue. Wenn es dauerhaft bei diesem gewaltigen Interesse bleibe, müsse es für die Gemeinde eine Lösung bei der Verkehrsführung geben. Probleme gibt es auch bei Fahrten in die andere Richtung – Fahrtzeiten von mehr als einer Stunde von Kassel nach Habichtswald seien üblich. Mittwochs komme noch der Berufsverkehr hinzu.

Lena Pralle, Sprecherin der Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk), bestätigte, dass es beim Verlassen des Parks, zwischen 16 und 17 Uhr, stressig werde. Viele Besucher reisten zur gleichen Zeit ab. Mit Angeboten im Anschluss an die Wasserspiele will die mhk die Situation entspannen. Pralle geht davon aus, dass sich seit Aufnahme des Bergparks mit seinen Wasserkünsten in die Liste der Welterbe die Gästezahl knapp verdreifacht hat. Hätten sich früher 3000 Menschen an den Wasserspielen erfreut, seien es nun etwa 8000. Vom 1. Mai bis 3. Oktober werden die Wasserkünste 56 Mal eingeschaltet – neben den Mittwochen und Sonntagen an jedem ersten Samstag eines Monats und an Feiertagen.

Im Winter werde ein langfristiges Verkehrskonzept erarbeitet, so Pralle. Inwieweit dies die Problematik in Ehlen aufgreift, ist noch offen. Die mhk-Sprecherin erwartet allerdings, dass die Verkehrsbelastung im nächsten Jahr geringer sein wird.

Quelle: HNA

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