Nachfolge noch nicht geklärt

Zurück in die Heimat: Seniorenbeauftragte der Stadt Melsungen hört auf

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Die Kisten sind gepackt: Alina Überdiek hört als Seniorenbeauftragte der Stadt Melsungen auf. Sie kehrt in ihre Heimatstadt Höxter zurück, wo sie im sozialen Dienst tätig sein wird.

Melsungen. Der morgendliche Gang über den Melsunger Marktplatz wird Alina Überdiek genauso fehlen wie Kollegen und Freunde.

Die 30-jährige, die fast fünf Jahre Seniorenbeauftragte in Melsungen war, verlässt die Stadt. Bereits Anfang der Woche verabschiedete sie sich von den Kollegen in Melsungen.

Sie kehrt zurück in ihre Heimat Höxter. Dort wird die Gerontologin im sozialen Dienst tätig sein. „Ich war jetzt zehn Jahre unterwegs und irgendwann entstand der Wunsch, wieder in die Heimat zurückzukehren“, sagt Überdiek.

In ihrer Tätigkeit als Seniorenbeauftragte verstand sich Überdiek als Bindeglied zwischen der Stadt und den Senioren. Ihre Aufgaben waren dabei äußerst vielfältig. Sie stand mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Fragen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmachten und Pflegegraden ging.

Sie organisierte aber auch rund 40 Veranstaltungen pro Jahr für Senioren – vom Spielenachmittag, über Halbtagesfahrten bis hin zu Vorträgen und Lesungen.

Die Zusammenarbeit mit den Leiterinnen der Seniorenwohnanlagen Teichwiesen und Am Schlossgarten habe dabei sehr gut geklappt. „Es hat menschlich einfach super gepasst“, sagt Überdiek.

Auch die Senioreninitiative Wir in Röhrenfurth (W.i.R), die sich zu Beginn ihrer Tätigkeit gerade gegründet hatte, hat sie beim Aufbau unterstützt. Das Thema Demenz lag und liegt ihr besonders am Herzen. „Gemeinsam mit der Alzheimer Gesellschaft haben wir auf diesem Gebiet viel erreicht“, sagt Überdiek. Und das Engagement wurde belohnt. Für das Präventions- und Therapieprogramm „Bewegung gegen das Vergessen“ erhielten die Initiatoren den Hessischen Gesundheitspreis.

In der Koordinationsgruppe des Programms habe genau wie bei der Senioreninitiative und dem Seniorenbeirat das Zwischenmenschliche einfach gepasst. „So macht die Arbeit natürlich noch mehr Spaß“, sagt die 30-Jährige.

Nachfolge noch nicht geklärt

Für die Arbeit mit Senioren hat sie sich entschieden, nachdem sie als Jugendliche in einem Seniorenheim ein Praktikum gemacht hatte. „Da habe ich gemerkt, wie viel man zurückbekommt“, sagt Überdiek, die 2010 ihren Bachelor in Gerontologie gemacht hat.

Noch ist die Nachfolge für Alina Überdiek, deren Arbeitsverhältnis offiziell am 15. Januar endet, nicht geklärt. „Wir wollen die Stelle aber schnell neu besetzen“, sagt Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein. Alina Überdiek habe gute Arbeit geleistet. Sie habe mit dem Seniorenbeirat immer Hand in Hand gearbeitet. „Es ist immer bedauerlich, wenn jemand geht. Aber ich wünsche ihr alles Gute für ihre neue Aufgabe“, sagt Bürgermeister Boucsein.

Quelle: HNA

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