Renaturierung der Olmes nach 16 Jahren fertig

Zurück zur Natur

Wieder ein naturnahes Gewässer: Nach 16 Jahren ist der Renaturierung der Olmes abgeschlossen. Das Foto zeigt den Olmesverlauf südlich von Haarhausen. Gleichzeitig dient der Umbau dem Hochwasserschutz . Foto: Dellit

Borken. Die Olmes hat wieder mehr Platz: Der kleine Bach nahe Nassenerfurth, Haarhausen und Dillich wurde in den vergangenen Jahren renaturiert. Der einstige begradigte Graben hat jetzt wieder einen natürlichen Bachlauf und lockte bereits erste Wasservögel an.

Vor 150 Jahren wurde die Olmes im Zuge der Flurbereinigung und des Braunkohlebergbaus im Gemarkungsgebiet der Stadt Borken mehrfach begradigt und verlegt. „Ein kümmerliches Bächlein blieb übrig“, sagt der Landschaftsarchitekt Michael Kann aus Borken, der die Renaturierung plante und umsetzte. 1995 beschloss die Stadt Borken das ursprüngliche Flussbett wiederherzustellen. „Zwei Aspekte waren dafür ausschlaggebend. Man wollte der Natur in der Olmesaue wieder mehr Raum geben“, sagt Kann, „Das Gewässer war vorher nicht mehr für Menschen und Tiere erkenn- und damit nicht nutzbar.“

Deswegen wurden die Ufer durchgehend bepflanzt und der strikte Bachverlauf verändert. Jetzt führt er nicht mehr gerade, sondern geschwungen durch die Landschaft.

Der Umbau dient außerdem dem Hochwasserschutz. „Wenn sich der Bach ausbreiten kann, sinkt das Hochwasserrisiko deutlich“, so Kann. Die Gesamtkosten der Renaturierung liegen bei 800 000 Euro. Finanziert wurde der Umbau des Baches größtenteils über ein Förderprogramm des Landes Hessen. Für weitere Anteile kamen die Stadt Borken und der Wasserverband Schwalm auf.

Von Heike Wagner

Quelle: HNA

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