Zuschuss vom Land für gutes Wasser

Malsfeld. Das Trinkwasser soll besser werden - dieses Ziel verfolgen die Gemeinde Malsfeld und die Stadt Homberg mit vereinten Kräften: Heute unterschreiben ihre Bürgermeister Herbert Vaupel und Martin Wagner dazu einen Vertrag.

Im Kern geht es um weniger Nitrat im Wasser. Im Vertragsgebiet liegen 1560 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche in den Gemarkungen Dagobertshausen, Elfershausen, Malsfeld, Ostheim und Sipperhausen der Gemeinde Malsfeld sowie die Gemarkung Dickershausen der Stadt Homberg.

Auf freiwilliger Basis sollen die Landwirte in diesem Bereich optimal beraten werden. Dafür trägt das Land Hessen je nach Ausschreibungsergebnis der Beratungsleistung die Kosten, erklärte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke bei der Vertragsunterzeichnung.

Experten sollen die Landwirte auf Wunsch kostenlos darüber informieren, wie sie bei der Düngung Schadstoffeinträge so gering wie möglich halten können, so dass der Nitratgehalt im Grundwasser vermindert und Phosphatbelastungen reduziert werden. Die Landwirte könnten zugleich Geld für Düngemittel sparen.

Die Vertragsunterzeichner hoben hervor, dass der Erfolg auf Freiwilligkeit und Kooperationswillen beruhe. Ihr gemeinsames Ziel sei die Umsetzung des Projektes zum Schutz und Erhalt des Wassers für nachfolgende Generationen. "Wir rufen alle Flächenbewirtschafter und alle im Umsetzungsbereich tätigen Personen und Organisationen, dazu auf, sich in das Projekt einzubringen."

Der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser liegt bei 50 Milligramm je Liter. Der tatsächliche Wert in den vom Vertrag erfassten Städten und Gemeinden liegt laut Regierungspräsidium überwiegend bei Werten zwischen zwei und drei Milligramm und vereinzelt bei Werten um die 20 und höher. (jon)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare