In Gundensberg und Willingshausen

Künstlerin Carin Grudda feiert 65. Geburtstag mit zwei Ausstellungen

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Mit Schwung ins neue Lebensjahr: Carin Grudda stellt in Willingshausen aus. Die von ihr geprägte Schaukel hat ihr Pendant in ihrem Heimatort Gudensberg, wo die Italien lebende Künstlerin ebenfalls eine Schau zu ihrem 65. Geburtstag zeigt.

Willingshausen. Mit zwei Ausstellungen feiert die Künstlerin Carin Grudda ihren 65. Geburtstag.

Der 65. Geburtstag ist für Künstlerin Carin Grudda ein Anlass zum Feiern. „Wenn ich feiere, dann mit der ganzen Stadt“, sagt die lebensfrohe Künstlerin, die ihren Geburtstag in diesem Jahr nicht nur mit einer Ausstellung in ihrer Heimatstadt Gudensberg, sondern auch mit einer zweiten Werkschau in Willingshausen begeht.

Die international renommierte Künstlerin möchte dabei besonders schwungvoll in den neuen Lebensabschnitt starten und fertigte zwei Schaukeln an, die symbolisch auch die beiden Städte Willingshausen und Gudensberg miteinander verbinden. 

Am Samstagnachmittag eröffnete Grudda ihre Ausstellung in Willingshausen, wo Besucher schon vor der Kunsthalle mit beeindruckenden Bronzeskulpturen, einem Pegasus und einer Ballerina, empfangen werden.

Kunst mit ganzem Körpereinsatz

Carin Grudda ist eine Künstlerin, die ganzen Körpereinsatz zeigt und nicht nur über ihre Radierplatten springt und hüpft, um die Spuren des Untergrundes aufzunehmen, sondern sich auch mal selbst ins frisch gefertigte Schaukelbrett setzt und so ihren ganz persönlichen Abdruck hinterlässt. 

Grudda braucht für ihr künstlerisches Dasein die gewichtige Bronze, die in der flüchtigen, digitalen Welt ein Gegenpol darstellt wie auch die Verspieltheit bunter Farben oder meditatives Schwarz-Weiß von Radierungen. Die Künstlerin arbeitet ihre Protagonisten wie Pegasus, Ballerina oder Miss Lampe stets in allen Werkformen durch. 

So zeigt sie die kleine Figur mit den abstehenden Ohren als Bronze, im farbenfrohen Bild und im dezenten Schwarz-Weiß. „Ihr Stil ist einfach unverkennbar“, meinte Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke, der zur Vernissage der gebürtigen Gudensbergerin nach Willingshausen gekommen war. 

Ulli Becker-Dippel liebt als Ausstellungsorganisatorin und langjährige Freundin der in Italien lebenden Künstlerin vor allem den kindlichen Blick Gruddas, der die Welt in ganz anderen Augen erstrahlen lässt.

Zwischen Ligurien und der Schwalm

Grudda selbst hat in ihrer Heimat Ligurien den Skulpturenpark „tra i mondi“ (zwischen den Welten) angelegt und zeigt dort über 100 Skulpturen. „Ich liebe das Licht und das Leben Liguriens, komme aber auch immer gerne in meine Heimat zurück“, sagt Grudda, die derzeit auch in „Ostia Antica“ in Rom ausstellt und auch in Bad Ragaz in der Schweiz ihre Werke zeigt. 

„Die Schwälmer müssen nicht bis nach Rom. Meinen Pegasus mit dem Doppelmaul sehen sie auch hier“, sagte Grudda, die ihrem Pegasus den Untertitel „geflügelte Worte“ gegeben hat. Für eine Großskulptur braucht Grudda bis zu zwei Tonnen Lehm und Gips, um daraus Formen für die Bronze zu erstellen.

Im Filmkabinett der Kunsthalle zeigt Grudda ihr anspruchsvolles Arbeiten mit den besonderen Werkstoffen auf der Leinwand. Die Ausstellung ist bis zum 9. September in Willingshausen zu sehen.

Quelle: HNA

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