Wahlen

Zwei Gudensberger rechnen sich Chance auf Bundestag aus

Schwalm-Eder. Viel wird spekuliert, wie die Wahlen am Sonntag ausgehen könnten. Eines steht aber mit großer Sicherheit bereits fest: In den 18. Bundestag wird wieder mindestens ein Gudensberger einziehen.

Die besten Aussichten, den Wahlkreis 170 (Schwalm-Eder/Frankenberg) direkt zu gewinnen, hat SPD-Bewerber Dr. Edgar Franke (52), aber auch der ebenfalls aus Gudensberg stammende Christdemokrat Bernd Siebert (64) möchte bei seiner voraussichtlich letzten Kandidatur endlich einmal als Sieger durchs Ziel gehen.

2009 betrug sein Abstand zu Franke 6,3 Prozent. Der Wehrexperte gehörte damals zu den großen Verlierern. Sein Listenplatz 4 reichte nicht zum Einzug in den Bundestag. Erst zehn Monate später, als Lucia Puttrich auf ihr Bundestagsmandat verzichtete, um in Hessen Umweltministerin zu werden, rückte Siebert nach.

Auch diesmal belegt er den Listenplatz 4 in Hessen, hofft aber auf ein noch besseres Abschneiden seiner Partei und den Einzug ins Parlament.

Für Franke gibt es hingegen nur Sekt oder Selters. „Wenn ich den Wahlkreis nicht direkt gewinne, gehöre ich nicht in den Bundestag“, sagte er. Franke hat sich in Berlin vor allem mit Gesundheitspolitik beschäftigt. Der Edermünder Günter Rudolph (57) dürfte keine Probleme haben, wird wieder in den Landtag einzuziehen. Er gewann 2009 den Wahlkreis 7 direkt und steht jetzt auf Platz fünf der SPD-Landesliste.

Wie aussichtsreich die Platzierung des CDU-Gegenkandidaten Mark Weinmeister (Platz 22) ist, muss sich zeigen. 2009 schaffte der Guxhagener den Sprung in den Landtag nicht, wurde dann aber Staatssekretär im Umweltministerium.

Den Wahlkreis 8 hatte damals aus dem Stand Regine Müller (SPD) gewonnen. Diesmal hat es die 54-Jährige aus Schwalmstadt mit dem CDU-Nachwuchspolitiker Matthias Wettlaufer (32) zu tun, der aus Ottrau stammt.

HINTERGRUND: 50342 gingen nicht zur Wahl

Im Bundestagswahlkreis 171 (heute 170, Schwalm-Eder/Frankenberg) waren zur Bundestagswahl 2009 194 732 Menschen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,2 Prozent. 2005 waren es noch 79,8 Prozent gewesen. Die Zahl der Nichtwähler lag 2009 bei 50 342.

Bei der Bundestagswahl gab es 2009 23 463 Briefwähler. Auch diesmal besteht zur Bundestags- und Landtagswahl die Möglichkeit der Briefwahl. Neu ist, dass dafür keine Begründung mehr nötig ist. Regulär können Unterlagen bis Freitag, 18 Uhr, bei den Kommunen abgeholt werden. Für Notfälle sind die Wahlbüros dort auch am Samstag bis 12 Uhr und am Sonntag bis 15 Uhr zu erreichen. (hro)

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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