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Zwei Jahre Haft für notorischen Flughafen-Gepäckdieb

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Handschellen
Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt. © Frank Molter/dpa/Symbolbild

Nach einer Serie von Gepäckdiebstählen auf dem Frankfurter Flughafen ist ein 45 Jahre alter Mann am Dienstag vom Amtsgericht Frankfurt zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Obwohl bei den fünf einzelnen Taten eine recht niedrige Beute im Wert von mehr als 10.000 Euro gemacht wurde, kam es nicht zu einer Strafaussetzung zur Bewährung.

Frankfurt/Main - Der drogensüchtige Angeklagte hat bereits 31 teilweise einschlägige Vorstrafen aufzuweisen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Aktenzeichen 3660 Js 227134/21)

In der ersten Hälfte dieses Jahres lauerte der Mann vor allem am Gepäckfließband der angekommenen Maschinen. Dort lenkte er die wartenden Fluggäste ab und ergriff mit gestohlenen Gegenständen die Flucht. Bei der letzten Tat gelang dies allerdings nicht. Ein Kofferbesitzer hatte sein Auge auf seinem Gepäckstück und verständigte einen Zollbeamten - der Mann kam in Untersuchungshaft. Zuvor schon kam es zur Konfrontation mit einer wartenden Touristin, die auf einer Ruhebank Musik über ihr Mobiltelefon hörte und dabei einnickte. Als der Dieb nach dem Gerät gegriffen hatte und die Musik plötzlich weg war, wachte die Frau auf, konnte den flüchtenden Täter allerdings nicht mehr erreichen.

Vor Gericht legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Das Diebesgut habe er im Bahnhofsviertel direkt an einen Drogenhändler für Rauschgift gegeben. Seit 37 Jahre lebe er in Deutschland und dreißig Jahre davon nehme er Rauschgift und sei entsprechend vorbestraft. An der Haftstrafe änderte dies nichts. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und drei Monate, die Verteidigung lediglich zehn Monate Haft gefordert. dpa

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