Zwei Millionen Euro für Küchengarten am Kloster Haydau

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Baustelle: Die Klostermauer unterhalb der Orangerie wird auf Initiative des Fördervereins restauriert.

Altmorschen. Das B. Braun-Seminar- und Tagungszentrum Kloster Haydau, das gleichnamige Hotel und der Park werden um eine Attraktion reicher. Südwestlich des Klosters entsteht ein Küchengarten. Dazu wird ein 30.000 Quadratmeter großes Gelände neu gestaltet.

Am Rande des Kräuter- und Bauerngartens wird unter der Leitung von Architekt Michael Kreter das historische Wachhaus wieder aufgebaut. Auch eine Gärtnerei mit Betriebsgebäude, Gewächshäusern und Hühnermobil gehören dazu. Das erläuterte die Landschaftsplanerin und Gartenarchitektin Regina Riedel, unter deren Regie der Klosterpark restauriert und saniert wurde, in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Zwölf Arbeitsplätze

Im August sollen das Betriebsgebäude und das Gewächshaus fertig sein. Im September soll der Geschäftsbetrieb aufgenommen werden. Diese Termine nannte Architekt Kreter in der Hauptversammlung des Fördervereins Kloster Haydau.

B.Braun hat das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Salzmann gekauft. Das Unternehmen stellt die Gebäude bereit. Partner ist die Baunataler Diakonie Kassel (bdks).

Im Juni sollen die Bauarbeiten beginnen. Hat die B. Braun Melsungen AG in Altmorschen bisher 37,3 Millionen Euro investiert und 64 neue Arbeitsplätze geschaffen, so kommen nach Angaben von Professor Dr. Ludwig Georg Braun zehn bis zwölf Arbeitsplätze hinzu. Rund zwei Millionen Euro werden investiert.

Die bdks werde für eine hochqualifizierte Betreuung des Küchengartens sorgen. „Menschen mit Behinderung und Leistungsminderung” werden laut bdks im Küchengarten arbeiten. Ludwig Georg Braun: „Diese Menschen werden ihrer Leistung entsprechend bezahlt werden und daraus auch einen Rentenanspruch haben.“

Küchengarten am Kloster Haydau in Altmorschen

Schon im Jahr 2010 wurde mit der Studie für dieses Vorhaben begonnen. Dem liegt die Idee zugrunde, Produkte aus der eigenen Gärtnerei im Hotel Kloster Haydau und in der Kantine des Unternehmens zu verwerten, sagt Gartenarchitektin Riedel.

Melisse, Pfefferminze, Radieschen, Tomaten, Gurken und Mangold sollen im Küchengarten wachsen und gedeihen. „Es soll ein klassischer Bauerngarten werden, der auch Schau- und Lehrzwecken dient“, sagt die Gartenarchitektin. Auch eine Streuobstwiese, eine Wildblumenwiese, Gemüsekulturen und ein Blumengarten gehören zum Konzept. Auf einer Frucht-Terrasse sollen Wein, Mispeln, Aprikosen und Pfirsiche gedeihen.

Eine Attraktion des Küchengartens werde ein Hühnermobil, ein Hühnerstall auf Rädern, sein. Die Hühner nutzen den Wagen nur zum Eierlegen und zum Schlafen. „Wir sind begeistert von der Idee. Die Hühner übernehmen die Rasenpflege auf der Streuobstwiese.” Und mit Blick auf die Pläne kommt Regina Riedel ins Schwärmen: „Das Projekt rundet die Klosteranlage ab und verbindet das Schöne mit dem Nützlichen.“

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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