Fritzlarer Stadtverordnete haben neues Konzept für Dorfentwicklung beschlossen

Zwei Millionen für die Stadtteile

Fritzlar. Was sollte sich in den Fritzlarer Stadtteilen verändern, damit sie attraktiv bleiben und gegen den demografischen Wandel eine Chance haben? Dieser Frage ging man in den zehn Dörfern der Stadt in den vergangen 15 Monaten auf den Grund.

Die Ergebnisse wurden zusammengefasst und mündeten in einem Konzept. Nun geht die Dorfentwicklung in die nächste Runde. Es wird dabei um die Umsetzung der Projekte gehen, erklärte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat am Donnerstagabend in der Stadtverordnetensitzung. Vier Projekte könnten schon kurzfristig anlaufen, dazu gehören Mountainbike-Angebote, eine Leerstandsbörse, ein neuer Internetauftritt der Stadtteile und der Stadt sowie eine Machbarkeitsstudie für ein Multifunktionshaus in Züschen.

Insgesamt stünden etwas mehr als zwei Millionen Euro zur Verfügung, das ergebe pro Ortsteil eine Summe von knapp über 200 000 Euro. Thomas Ellenberg (Grüne) bedauerte, dass in vielen Dörfern der Schwerpunkt auf Dorfgemeinschaftshäuser und Multifunktionshallen gelegt werde. „Man könnte mit dem Programm mehr erreichen.“ Er denke an ein verbessertes Angebot des Nahverkehrs und Angebote für Jugendliche.

Eine große Chance sei IKEK für die Ortsteile, betonte Klaus-Dieter Mirswa (CDU). Er sei glücklich über die hohe Bürgerbeteiligung, betonte Martin Hannappel (SPD): „Wir haben die Chance, dem demografischen Wandel entgegen zutreten.“

Bürgermeister Hartmut Spogat machte deutlich, dass IKEK ein veränderbarer Prozess sei.

Man habe im ersten Schritt in die Planungen viele Wünsche aufgenommen. Wie man mit den einzelnen Themen nun umgehe, liege auch an der Gewichtung durch die Stadtverordneten. Ob Multifunktionshalle oder Mountainbikestrecke, es sei wichtig, die Dörfer aktiv zu halten und gemeinsam ihre Zukunft zu gestalten.

Im Juni sollen die Pläne in einer öffentlichen Veranstaltung den Fritzlarern vorgestellt werden. (may)

Quelle: HNA

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