Philip Schütz und Carsten Hohl gaben Konzert

Zwei Musiker zogen alle Register

Perfekter musikalischer Einklang: Trompeter Philip Schütz (links) und Carsten Hohl an der Orgel. Foto: Rose

Treysa. Festliche Barockklänge verzauberten am Samstagabend die knapp 100 Zuhörer in der Treysaer Stadtkirche. Philip Schütz an der Bachtrompete und Carsten Hohl an der Orgel präsentierten ein facetten- und abwechslungsreiches Programm – spannend blieb bis zum Schluss der Wechsel zwischen Individualität und harmonischem Einklang. Klar arbeiteten die Solisten die Vielfalt der technischen und stilistischen Mittel des Barock heraus. Virtuos zelebrierten sie Kontrapunkt und Harmonik.

Scheinbar mühelos gelangen Philip Schütz hohe Intonationen gepaart mit spektakulären Läufen. Mourets „Sinfonies de Fanfares“ strahlte mit dem Klang der Orgel um die Wette und breitete sich über den Chorraum aus. Beeindruckend setzte Carsten Hohl Buxtehudes „Praeludium, Fuge und Ciacona in C“ auf der Orgel um. Der junge Lingelbacher zog im wahrsten Sinne des Wortes alle Register. Die wechselvolle, wuchtige Motivik und Dynamik gelang ihm. Doch auch die sentimentalen, leisen Töne standen dem Duo hervorragend. In Buxtehudes „Passacaglia d-Moll“ brillierten Schütz und Hohl mit sparsam dosierter Klangfarbe und meisterhaften Triolen und Läufen.

Der Komponist, der die Techniken des Barock zur Vollendung brachte, war Johann Sebastian Bach. Zu den beeindruckendsten Werken zählt sicher die „Dorische Toccata und Fuge“.

Hohls Interpretation wechselte mühelos in die dramatischen Sequenzen. Damit bescherte er den Zuhörern eine durchdringende, fast atemlose Melodik. Verschmolzene Harmonien und exzellente Spielweise krönten das eineinhalbstündige Konzert.

Mit Albinonis „Concerto in Ré“ inszenierten die Künstler einen fulminanten Schluss, der den Besuchern sicher lange im Gedächtnis bleiben wird. (zsr)

Quelle: HNA

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