Aral-Tankstelle: Zwei Räuber an nur zwei Tagen

Borken. Die Polizei sucht Zeugen für die beiden Überfälle, die sich am vorigen Wochenende in Borken ereigneten: Dort traten an Samstag und am Sonntag gleich zwei Räuber in Aktion, als sie die Aral-Tankstelle an der Westrandstraße überfielen.

Der Täter hatte am Samstag gegen 13 Uhr den Verkaufsraum der Tankstelle betreten und den 19-jährigen Angestellten mit einer Schusswaffe dazu gezwungen, ihm das Bargeld aus der Kasse zu geben. Anschließend verließ der Täter die Tankstelle wieder und flüchtete zu Fuß.

Bei seinem hastigen Rückzug war der Täter auf der Bobenhäuser Straße beinahe in einen hellen Kleinwagen gelaufen, berichtet die Polizei. Sie sucht nun den Fahrzeuginsassen, die wichtige Zeugen sind. Der Fahrer hatte gerade von der Bobenhäuser Straße in die Westrandstraße abbiegen wollen, als ihm der Mann um ein Haar ins Auto gelaufen wäre.

Der Räuber flüchtete dann weiter in den Olmesweg und möglicherweise weiter in Richtung Bahnhof. Das geraubte Geld transportierte er in einer Lidl-Plastiktüte. Zeugen hatten den Mann gesehen, als er sich vor dem Überfall an der Verkehrsinsel gegenüber der Tankstelle aufhielt (Westrandstraße/Bobenhäuser Weg). Dort hatte er offenbar auf einen für den Raub günstigen Moment gewartet. Eventuell haben ihn dort weitere Zeugen stehen sehen, hofft die Polizei.

So sah der erste Täter aus

Und so sah der Räuber aus: Zwischen 170 cm bis 180 cm groß, um die 30 Jahre alt, schlank, Dreitagebart. Er trug zur Tatzeit eine schwarze Jacke, Jeans, eine Mütze, ein blau-schwarzes Tuch als Maskierung vor Mund und Nase, Handschuhe, dunkle Schuhe. Er sprach Hochdeutsch ohne Akzent und war mit einer schwarz-silbernen Pistole bewaffnet.

Unglaublicherweise überfiel nur einen einzigen Tag später wieder ein Räuber die selbe Tankstelle. Am Sonntag, 3. März, hatte eine vermummte männliche Gestalt gegen 21.55 Uhr versucht, den Verkaufsraum zu betreten - allerdings war die Eingangstür bereits verschlossen.

So ging der Mann an den Nachtschalter und verlangte dort von dem Angestellten, ihm das Geld herauszugeben. Dabei aber drohte die Person weder mit Worten noch mit einer Waffe. Als der Angestellte die Herausgabe des Geldes verweigerte, ging der Unbekannte normalen Schrittes über die Westrandstraße in Richtung Erlenwiesenweg davon. Wieder war der selbe 19-jährige Mitarbeiter betroffen wie am Tag zuvor. Nach dessen Angaben handelte es sich aber nicht um dieselbe Person, die tags zuvor die Tankstelle überfallen hatte. Die Polizei aber schließt einen Zusammenhang nicht aus.

So sah der zweite Täter aus

Beschreibung des Mannes: Männlich, 165 cm bis 170 cm groß, um die 20 Jahre alt, schlank, er sprach Hochdeutsch ohne Akzent. Er trug eine schwarze Kapuzenjacke, dunkle Jeans, eine schwarze Wollmütze, schwarze Schuhe und hatte einen schwarz-weißen Schal als Maskierung vor das Gesicht gezogen. Während des Vorfalls betankte ein Kunde seinen dunklen Kombi an der Tankstelle. Die Kriminalpolizei bittet nun diesen Mann, sich als möglicher Zeuge zu melden. (bra)

Hinweise: Polizei Homberg, Tel. 0 56 81/7740

Quelle: HNA

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