Aktion "Hoffnung für Osteuropa"

Kampagne der Landeskirche startet in Ziegenhain

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Herzliche Einladung: Die 20. Aktion Hoffnung für Osteuropa wird in in Ziegenhain eröffnet, von links Claus-Dieter Suß, Dekan Christian Wachter, Oliver Uth, Dierk Glitzenhirn und Stefan Wagener.

Ziegenhain.  In 16 Ländern unterstützt die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ soziale Projekte, und das seit 20 Jahren. Eröffnungsort für die 20. Kampagne innerhalb der Landeskirche Kurhessen-Waldeck (EKKW) ist Ziegenhain.

Was hat unsere Landeskirche mit Sibirien, Bulgarien oder der Slowakei zu tun? Weitaus mehr, als viele evangelische Christen hierzulande meinen. Auch die sehr bekannten Initiativen Rumänien-Hilfe Hephata und die Schwalmstädter Gastelterninitiative für Kinder aus Tschernobyl stehen auf der Förderliste.

Erwartet wird in Ziegenhain auch Bischof Martin Hein, er wird am Sonntag, 17. Februar, in der Schlosskirche die Predigt halten.

Geplant ist aber weit mehr als nur ein festlicher Abendmahlsgottesdienst. In einem Redaktionsgespräch wurde der Ablauf der zweitägigen Veranstaltung vorgestellt, das Oberthema gibt im Vorjahr der Jubiläumsveranstaltung für die Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung (1539 - 2014/475 Jahre) das Thema Konfirmation. „Die wird von Christen in östlichen Ländern ganz unterschiedlich praktiziert“, weiß Pfarrer Stefan Wagener (Kirchengemeinde Bechtelsberg). Er kennt sich nach fünfjähriger Dienstzeit als Geistlicher in Sibirien wie kaum ein anderer aus und wird beim Diaspora-Forum am Samstag (16.2.) in der Kulturhalle am Alleeplatz einer der Referenten sein.

Um die Gemeindearbeit in den Diaspora-Kirchen in Osteuropa geht es auch im Beitrag von Pastor Dieter Grimmsmann, der in seiner Zeit als Propst von Omsk in Russland berichtet. Denn, so Claus-Dieter Suß (Öffentlichkeitsreferent der Landeskirche), es gebe mehr als nur den Transport von Hilfsgütern, „es gibt auch die strukturelle Arbeit vor Ort“.

Von Samstagvormittag bis Sonntagmittag gibt es zahlreiche Informationen, Gespräche sowie ein Benefizkonzert am Samstagabend. „Wir richten einen neuen Blick auf Menschen in ganz anderen sozialen Zusammenhängen“, sagte Dekan Christian Wachter. Dass die Konfirmation die Warte sein wird, von der aus auf eine „europäische Kirche ohne Grenzen“ geschaut wird, freut ihn besonders.

Entstehen solle mehr als ein oberflächliches Bild, und „Hoffnung für Osteuropa“ als eine kleine Schwester der bekannten Aktion „Brot für die Welt“ solle zugleich bekannter werden. Gedacht wurde für die Besucher von zum Teil weit her auch an eine Portion Lokalkolorit. So servieren die Helfer des Gemeinde-Mittagstischs am Samstagmittag Borschtsch (traditionelle Suppe mit Roter Bete und Weißkohl).

Beim Konzert unter der Leitung von Kantor Jens Koch erklingt am Samstagabend unter anderem Musik des böhmischen Komponisten Antonín Dvorák und von Petr Eben, zeitgenössischer Komponist der Tschechischen Republik. (aqu)

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Quelle: HNA

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