Feuerwehrstützpunkt in Melsungen soll in einem Jahr fertig sein

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Schlicht und funktionell: Das Gebäude erstreckt sich der Länge nach zwischen Kreisel und Grasrennbahn. Auf dem Foto von links die beiden Projektleiter bei B. Braun, Darius Maloschek und Klaus Zielke, rechts die Architektin des Büros Kplan aus Siegen, Simone Mattedi.

Melsungen. In etwa einem Jahr soll der neue Feuerwehrstützpunkt am Melsunger Löwe-Kreisel fertig sein. Projektleiter Klaus Zielke von B. Braun nennt das ein ehrgeiziges Ziel.

Klappt es, können die Betriebsfeuerwehr der B. Braun Melsungen AG und die Freiwillige Feuerwehr Melsungen Ende August umziehen.

Am Montag wurde der offizielle Baubeginn im Beisein vieler Lokalpolitiker und Feuerwehrleute gefeiert – und Angehörigen der Firma B. Braun, die Bauherr ist und den Neubau finanziert. Gut sieben Millionen Euro sind für den reinen Bau einkalkuliert, wie Dr. Ludwig Georg Braun sagte, der das Projekt „nebenamtlich als Pensionär“ betreut.

Der Medizintechnikhersteller ist Bauherr, die Stadt wird nach der Fertigstellung 70 Prozent erwerben. Private public partnership nennt sich das Modell, wenn privates Kapital zur Erfüllung öffentlicher Ausgaben eingesetzt wird. Braun nannte dies ein Beispiel für andere.

Bürgermeister Dieter Runzheimer sprach von einem hessenweiten Pilotprojekt: „Unternehmen und Stadt realisieren den Bau.“

Dass dessen Umsetzung durch B. Braun als privater Bauherr einfacher sei als für eine Kommune mit den strengen Regeln einer öffentlichen Ausschreibung – darauf hatte Dr. Braun aufmerksam gemacht.

Immer mehr Einsätze

Mit 1,7 Millionen Euro beteiligt sich der Landkreis, weil die Melsunger als Stützpunktwehr auch überörtliche Aufgaben zu erfüllen haben, erklärte Vizelandrat Winfried Becker. Man müsse angesichts steigender Einätze gute Rahmenbedingungen schaffen. Die Melsunger Feuerwehr werde zu etwa 124 Einsätzen pro Jahr gerufen, die Betriebsfeuerwehr rückt laut Becker etwa 60-mal im Jahr aus.

Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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