Schon bald zu wenig Schüler in Oberelsungen und Ippinghausen

Bald zu wenig Schüler: Den Zwergschulen geht die Luft aus

Oberelsungen/Ippinghausen. Um die Zukunft der Grundschulen in Oberelsungen und Ippinghausen ist es nicht gut bestellt. Schon zum kommenden Schuljahr wird es nur vier Kinder geben, die in Oberelsungen in eine Verbundklasse eingeschult werden könnten.

Das Hessische Kultusministerium jedoch verlangt eine Klassenstärke von 13 Mädchen und Jungen für ein Unterrichtsangebot.

Wie Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel, sagte, sei die Lage in Oberelsungen sehr heikel. Denn prinzipiell gäbe es mehr Kinder. Nur hätten sich Eltern dafür entschieden, ihren Nachwuchs lieber nach Zierenberg in die Schule zu schicken. Von den vier Kindern in diesem Jahr besuchten drei die Grundschule in der Kernstadt. Und im kommenden Schuljahr wollen sieben der zehn Elternpaare ihren Nachwuchs in die Hände Zierenberger Lehrer geben. Für die Folgejahre sieht es nicht besser aus. Von 2014 bis 2017 gibt es zunächst acht, dann sechs und schließlich jeweils vier Kinder pro Jahrgang, die in Oberelsungen eingeschult werden könnten - sofern es die Eltern auch wollen.

In Ippinghausen spitze sich die Lage ab dem Jahr 2014 zu. Dann werde es erstmals nur zehn Mädchen und Jungen geben, die für eine Klasse zur Verfügung stünden, sagte Kühlborn. In den darauffolgenden Jahren werde sich die Schülerzahl immer knapp um die magische Klassenstärke von 13 bewegen.

Im Februar wird der Kreistag den Schulentwicklungsplan bis zum Jahr 2018 fortschreiben. Dann wird es Aussagen zu den beiden Zwergenschulen im Wolfhager Land geben. Wie der Kreistag entscheide, könne er freilich nicht sagen, so Kühlborn. Nur: Es trage nicht zur Sicherung des Schulstandortes bei, wenn es Jahre gäbe, in denen keine Klasse zustande komme. Bis zum Jahr 2017 werde die Zahl der ABC-Schützen im Landkreis Kassel auf 1552 fallen - im Jahr 2011 waren es 1830.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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