Bad Zwesten verlangt:

Pauschale für Strom und Heizung in Dorfgemeinschaftshäusern

Bad Zwesten. Die Vereine der Kurgemeinde Bad Zwesten müssen im kommenden Jahr einen Betrag zu den Energiekosten bei den Dorfgemeinschaftshäusern leisten. Mit neun Ja-, drei Neinstimmen und sieben Enthaltungen sprachen sich die Mandatsträger für eine Pauschale von 20 Euro pro Nutzung aus.

Die Kurgemeinde hofft damit auf Einnahmen von 8000 Euro, um so das Defizit bei den Dorfgemeinschaftshäusern zu senken.

In der heftig geführten Debatte ging es um die Belastung der Vereine, die für manche das Ende bedeuten könnte. Auch den Vorwurf, die Vereine seien zu spät und schlecht informiert worden, erhoben die Fraktionen. Dabei ist die Energiekosten-Gebühr nichts Neuen. Denn schon im Februar sei bei den Haushaltsberatungen die Pauschale beschlossen worden. Bei Gesprächen hätten Vereinsvertreter als Alternative diskutiert, ein Euro pro Mitglied der Nutzergruppe zu erheben.

Ein düsteres Bild von der Zukunft der Vereine malte Jörg Stamm von den Freien Wählern. Schaden würden sie durch die Gebühr nehmen und er fürchte, dass sie ihr Engagement verringerten. Er forderte eine Lösung mit den Vereinen zu suchen und die Entscheidung ins kommende Jahr zu verschieben.

Dem wollten die anderen Fraktionen indes nicht folgen. Grundsätzlich sollten sich Vereine an den Energiekosten beteiligen, erklärte Grünen-Sprecher Stefan Arndt, kritisierte allerdings die schlechte Information seitens des Bürgermeisters.

Von einer Verschiebung wollte SPD-Sprecher Robert Koch nichts wissen. Zu lange würde das Defizit der Dorfgemeinschaftshäuser beklagt, doch nichts sei passiert. Eine Verschiebung der Entscheidung würde zu keinem anderen Ergebnis führen.

„Wir brauchen das Geld“, sagte Bürgermeister Michael Köhler. Sicher gebe es Härtefälle, aber passgenaue Lösungen für jeden Verein gebe es nicht. Vieles liege nun in der Hand der Vereine. Beispielsweise könnten die Kosten durch Absprachen bei den Terminen verringert werden.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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