Bad Zwestener Mineralbrunnen: Eventuell gibt es einen Investor für die Quelle

Die Kontrahenten am Podium: Herausforderer Dietmar Schaub (links) und Amtsinhaber Michael Köhler. Die Redakteure Heinz Rohde (kleines Bild, links) und Rainer Schmitt moderierten den Lesertreff der HNA.

Bad Zwesten. Seit Ende Januar sprudelt beim Bad Zwestener Löwensprudel nichts mehr: Die Baunataler Diakonie stößt den Mineralbrunnen aus betriebswirtschaftlichen Gründen ab.

Es gebe bereits drei Interessenten, sagte Bürgermeister Michael Köhler. Die Gemeinde sei zwar Eigentümerin der Quelle, dürfe aber den Abfüllbetrieb selbst nicht führen. Es bleibe also nur, die Diakonie bei der Suche nach einem Investor tatkräftig zu unterstützen.

Der ganze Komplex solle künftig vermietet werden, um dort Mineralwasser zu produzieren.

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Es bleibe nichts als zu wünschen, dass man einen Investor finde - wenn eine Quelle erst einmal versiegt sei, lasse sie sich nicht mehr zum Leben erwecken, sagte Schaub. Er bezweifelte auch, dass es bereits einen Interessenten gebe.

Den gebe es sehr wohl, betonte Michael Köhler und verwies auf einen Geschäftsmann aus der Getränkebranche, der eventuell mit der Übernahme des Bad Zwestener Löwensprudels in Nordhessen Fuß fassen wolle. Näheres werde er erst mitteilen, wenn die Verträge unter Dach und Fach seien.

Die Frage, ob die Gemeinde die Immobilie zurückkaufen und die Geschäfte selber übernehmen würde, verneinten beide Kandidaten. „Der Löwensprudel liegt mir am Herzen, aber die Gemeindekasse noch viel mehr“, sagte Michael Köhler. Vor die Wahl gestellt, werde er eher die Quelle schließen als die Gemeinde weiter verschulden.

Dem schloss sich auch Dietmar Schaub an. Ohne Investor gebe es nur wenige Chancen, den Betrieb weiter- zuführen: Die Gemeinde sei dazu nicht befugt, und man benötige dafür zudem viel Technik und Wissen. (bra)

Quelle: HNA

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