Bad Zwestens Bürgermeister Michael Köhler tritt für die vierte Amtssperiode an

Er möchte erneut als Bürgermeister in das Bad Zwestener Rathaus einziehen: Für Michael Köhler wäre es die vierte Amtszeit. Foto: Laumann

Wenn am Sonntag, 29. Januar, in Bad Zwesten Bürgermeisterwahl ist, gibt es nur einen Bewerber: Amtsinhaber Michael Köhler. Wir stellen den Kandidaten vor.

Bad Zwesten. Michael Köhler kann mit Niederlagen umgehen. Über die Jahre hat er eine ungeheure Leidensfähigkeit entwickelt. „Wenn man über so eine lange Zeit HSV- Fan ist, kann einen nichts mehr erschüttern“, sagt der Bad Zwestener Bürgermeister und lacht. Köhler fiebert seit den 1980er Jahren mit dem Hamburger Sportverein.

Horst Hrubesch war Köhlers Lieblingsspieler - auf und neben dem Platz. „Der Typ imponiert mir“, sagt der Bürgermeisterkandidat. Hrubesch sei jemand, der motivieren kann, der gut mit jungen Menschen umgeht. Horst Hrubesch ist einer, den Köhler gerne einmal treffen würde.

Mit 27 Rathauschef

Michael Köhler ist 27 Jahre alt, als er zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt wird. „Ich habe sehr jung angefangen. In dem Alter hat man noch nicht die Reife“, sagt Köhler rückblickend. Unterstützung erfährt er von der Verwaltung, seinen „sehr guten“ Mitarbeitern.

Am Anfang habe Köhler versucht, alle mitzunehmen. „Dabei wird man fast zerrissen“, erklärt er. Der junge Bürgermeister habe lernen müssen, sich klar zu positionieren und mit einer Haltung in eine Diskussion zu gehen. Überhaupt habe er Kritik an seiner Position anfänglich sehr persönlich genommen. Wenn die Mehrheit anders entscheidet als er es vorschlägt, sei das nun einmal das Wesen der Demokratie. Andere Standpunkte und Sichtweisen sieht Köhler inzwischen als Bereicherung, die er gerne aufgreift.

Der 45-jährige schätzt eine sachliche Politik. Genau so werde sie derzeit auch in der Gemeindevertretung umgesetzt. Dabei sollen die Parteien um der Sache wegen ringen, und nicht, weil man sich jemandem verpflichtet fühlt oder einer Ideologie anhängt. Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, was der Mehrheit der Bürger gut tut und was die Gemeinde voranbringt.

„Ich habe sehr jung angefangen. In dem Alter hat man noch nicht die Reife.“

Wenn Michael Köhler auf seine 18 Jahre als Bürgermeister zurückblickt, ist er auf zwei Dinge Stolz. Zum einen, dass es gelungen ist, ein Awo-Pflegeheim nach Bad Zwesten zu holen. Jahrelang habe sich die Gemeinde nach einem Betreiber umgesehen und sich viele Absagen eingefangen. „Ich spüre eine richtige Zufriedenheit bei den Menschen, die nicht mehr aus ihrem Heimatort wegmüssen“, sagt Köhler. Zum anderen, die Ruine Löwenstein und die Jausenstation in Oberurff-Schiffelborn zugänglich zu machen. „Es ist ein schönes Gefühl, dort oben zu stehen.“

Hier helfen

In die große Politik zieht es den Liberalen nicht. Michael Köhler, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, macht gerne Kommunalpolitik. Wenn er von den Bürgern angesprochen wird, dass die Straße kaputt ist, oder ein Schild fehlt, kann er sagen: „Wir helfen dir.“ Auf Landes- und Bundesebene sei das anders. Dort könne man vieles nur weitergeben. „Ich möchte am Ende ein Ergebnis sehen.“

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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