Kammerchor des Kirchenkreises präsentiert am Sonntag Schütz’ Exequien

Zwischen Leben und Tod

Konzert in der Evangelischen Stadtkirche: Der Kammerchor des Kirchenkreises mit Reiner Volgmann. Archivfoto: Dellit

Fritzlar. Musik zwischen Tod und Leben – so ist ein Konzert betitelt, das am Sonntag, 17. November, ab 19 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Fritzlar stattfindet.

Der Kammerchor des Kirchenkreises Fritzlar unter der Leitung von Bezirkskantor Reiner Volgmann gestaltet den Abend, Christian Zierenberg spielt Cembalo.

Der erste Teil des Konzerts enthält italienische Musik für Chor und Orgel. Auf dem Programm des zweiten Teils stehen die „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz (1585 bis 1672).

Lateinisch Begräbnisfeier

Exequien ist das lateinische Wort für eine Begräbnisfeier und leitet sich vom Verb für „aussegnen, hinaus geleiten“ ab.

Schütz hatte die Exequien 1635/36 anlässlich des Todes seines Landesherren Heinrich Posthumus Reuß komponiert. Noch zu Lebzeiten hatte der Fürst eine Sammlung von Bibelversen und Liedtexten zusammengestellt, mit denen sein Sarg beschriftet werden sollte.

Die Textsammlung übergab die Witwe nach dem Tod ihres Mannes an Schütz, der sie zur Grundlage des ersten Teils der Exequien, der Begräbnis-Messe, nahm. Bei der Trauerfeier für Heinrich Posthumus wurde das Stück erstmals gespielt. Zur Bestattung des Sarges in der Familiengruft erklang die abschließende Motette “Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“.

Unterbrochen werden die Exequien beim Konzert in Fritzlar von drei Cembalostücken von Jan Pieterszoon Sweelinck, Johann Jakob Froberger und Matthias Weckmann. Den Abschluss bildet ein Chorstück des zeitgenössischen Komponisten Urmas Sisask. Der Eintritt ist frei, um Kollekten wird gebeten. (ode)

Quelle: HNA

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