Wolfhager Feuerwehr übte auf dem Gelände der Biogasanlage

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Schweißtreibend: Mit Schaufeln und auch nur mit den Händen wird in einem Silage-Haufen eine Puppe freigelegt. Dieter Matthaei prüft, ob eine Ortung - unter der Puppe ist ein Kanister mit warmem Wasser deponiert - mit der Wärmebildkamera durch die Silage-Schicht möglich ist.

Wolfhagen. Die Energieerzeugung mit Biogasanlagen boomt. Land auf, Land ab sind neue Anlagen entstanden, die allerdings auch besondere Anforderung an die Einsatzkräfte im Schadensfall stellen.

Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, hat die Wolfhager Feuerwehr am Dienstagabend drei verschiedene Szenarien auf dem Gelände der neuen Biogasanlage am Ortsausgang Richtung Ippinghausen geübt.

Aufgeteilt in drei Gruppen gingen die 45 Feuerwehrleute die Sache an. Am Silage-Hügel galt es, eine verschüttete Person zu retten. Hier, so sah es das Drehbuch vor, war an der Kante ein großes Stück Silo-Gut abgebrochen und hatte den Anlagen-Mitarbeiter unter sich begraben. Finden, freischaufeln und retten – so lautete der Auftrag. Eine solche Situation, so Marco Jungk, der mit Unterstützung von Frank Enge und Dieter Matthaei die Übungseinheiten entworfen hatte, könne dort auch spielende Kinder treffen.

Feuerwehrübung an der Biogasanlage Wolfhagen

„Retten aus Gruben und Schächten“ war eine weitere Station überschrieben. Angenommen wurde, dass ein Mitarbeiter bei einem Kontrollgang in einem Schacht durch ausgetretenes Gas das Bewusstsein verloren hat. Ihn galt es, aus einem engen Schacht ins Freie zu holen.

Ziel erreicht

Um freigesetztes Gas ging es auch beim dritten Übungsabschnitt: Durch eine Leckage in der Schaltzentrale war, so die Übungsvorgabe, Gas ausgetreten, ein Mitarbeiter ohnmächtig geworden. Energiewirt Markus Holzhausen erläuterte den Feuerwehrleuten die Anlage, gab Hinweise, worauf besonders zu achten ist.

Marco Jungks Fazit nach der Übung: „Wir haben unser Ziel erreicht, weil wir Fachwissen erlangt haben.“ Jetzt werde man seitens der Feuerwehr einen Einsatzplan erstellen, so Jungk, „damit wir einen Einsatz sauber abarbeiten können“. Außerdem sei eine Weiterbildung in Sachen Biogasanlage für das Führungspersonal der Wehr geplant.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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