Ein Zwischenhoch über Jesberg: Finanzsituation hat sich vorübergehend entspannt

Jesberg. Für die Einschätzung der derzeitigen Finanzsituation der Gemeinde Jesberg greift Bürgermeister Günter Schlemmer auf ein Bild aus den Wettevorhersagen zurück.

„Gegen den Trend haben wir ein Zwischenhoch“, sagte der Verwaltungschef, als er am Montagabend den Nachtragsetat im Parlament vorstellte. Hintergrund der guten Nachricht: Das Haushaltsdefizit verringert sich um 182.000 Euro auf nur noch 79.000 Euro. Unter anderem ist dafür eine Nachzahlung bei der Gewerbesteuer verantwortlich.

Schlemmer dämpfte allerdings den aufkommenden Optimismus. Es handele sich um eine einmalige Entwicklung, erklärte er.

In diesem Jahr sei die Gemeinde sehr zurückhaltend bei den Investitionen. Nur 676.000 Euro werden ausgegeben. Im nächsten Jahr sehe das anders aus. Dann stünden wieder deutlich höhere Ausgaben für den Kanalbau in Reptich und Elnrode an. Die Gemeinde stehe allerdings auch vergleichsweise gut da, „weil wir eine solide und vernünftige Finanzpolitik betrieben haben“.

Bei Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung seien keine Zuschüsse nötig. Die Gemeinde erhebe kostendeckende Gebühren. Der Kubikmeter Wasser kostet 1,76 Euro; für die Abwasserbeseitigung werden 4,70 Euro pro Kubikmeter erhoben.

Zu den „Grausamkeiten“, die die Gemeinde in diesem Jahr verkraften müsse, gehöre die Erhöhung der Kreis- und Schulumlage, die eine zusätzliche Belastung von 68 000 Euro bedeute.

Zu den Investitionen gehört nach den Worten des Bürgermeisters die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Densberg, das eine neue Heizung und eine Wärmedämmung erhält. Aus dem Konjunkturprogramm des Bundes stehen dafür 40 000 Euro zur Verfügung.

Die Personalausgaben steigen um 93 000 Euro auf 995 000 Euro. Das sei auf Rückstellungen für die Altersteilzeit von zwei Mitarbeitern zurückzuführen. (hro)

Quelle: HNA

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