Fangfrage

100-Jährige entlarvt Enkeltrick-Betrüger

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Hameln - Eine 100-Jährige aus Hameln ist auf den sogenannten Enkeltrick nicht hereingefallen. Ganz im Gegenteil: Sie stellte dem angeblichen Enkel am Telefon eine Fangfrage, die der Mann nicht beantworten konnte. Denn im Abwehren von Trickdieben hat die Frau bereits Routine.

Die 100-Jährige habe nach dem Namen der Freundin ihres Enkelsohns gefragt. Weil der Unbekannte diesen Namen nicht wusste, habe er es sehr eilig gehabt, das Telefonat zu beenden. Die 100-Jährige war deshalb besonders aufmerksam gewesen, weil bereits im vergangenen Jahr ein Unbekannter mit derselben Masche - ebenfalls erfolglos - versucht hatte, ihr Geld abzunehmen.

Beim Enkeltrick geben sich Gauner am Telefon als angeblich in Not geratene Angehörige älterer Menschen aus, um sie zu Geldzahlungen zu bewegen. Seit 2000 hat das Landeskriminalamt in Niedersachsen mehr als 5000 versuchte oder vollendete Enkeltrick-Betrügereien registriert. Der Gesamtschaden liegt bei mindestens 4,5 Millionen Euro. Die Ermittler gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Hinter den Taten werden gut organisierte Banden aus Osteuropa vermutet.

dpa

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