„Peta“ setzt Belohnung aus

1000 Euro für Hinweise auf Pferderipper

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Im Kreis Schaumburg ist ein Pferd brutal verletzt worden. Für die Ergreifung des oder der Täter gibt es eine hohe Belohnung.

Nordsehl - Ein brutaler Tierquäler hatte am Wochenende einer Stute im Landkreis Schaumburg schwerste Verletzungen im Genitalbereich zugefügt. Nun hat „Peta“ eine Belohnung zur Ergreifung des oder der Täter ausgesetzt.

Von den Tätern, die am Wochenende ein Pferd in Nordsehl (Landkreis Schaumburg) gequält und schwer verletzt haben, fehlt noch immer jede Spur. Bislang sind keine Hinweise bei der Polizei eingegangen. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, meldet sich jetzt auch die Tierrechtsorganisation „Peta“ zu Wort. Sie setzt eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro aus für Hinweise, die zur Ermittlung und Überführung des oder der Täter führen, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Ein brutaler Tierquäler hatte am Wochenende einer Stute schwerste Verletzungen im Genitalbereich zugefügt – vermutlich mit einem Messer oder einem anderen scharfen Werkzeug. Das Pferd ist aber außer Lebensgefahr.

Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, werden gebeten, sich telefonisch unter 01520-7373341 an „Peta“ zu wenden. Die Polizei in Stadthagen nimmt selbstverständlich weiter Hinweise unter (05721) 40040 entgegen.

Die Tierrechtsorganisation ruft auf: „Bitte helfen Sie mit, diese brutale Tat aufzuklären.“ Häufig sei Tierquälerei auch der Ausgangspunkt von Gewalt gegen Menschen, erläutert Judith Pein von „Peta“. Pferdehalter und Tierfreunde in der Gegend sollten unbedingt „verstärkt achtsam sein und ihre Tiere bestmöglich vor ähnlichen Misshandlungen schützen“, heißt es weiter. Der Verein gibt Pferdebesitzern einige Tipps: Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden.

Alle Zugänge sollten gesichert sein. Kontrollgänge solle man nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchführen. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind, meint die Organisation, und weiter: „Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.“

Tierquälerei, erklärt die Organisation, sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz, die mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden könne.

kil

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