Keine Spur von Lehrterinnen

105-Jähriger in Nepal aus Trümmern gerettet

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Foto: Die Menschen in Nepal benötigen dringend gute Zelte und Werkzeuge zur Reparatur von Unterkünften.

Kathmandu - Acht Tage nach dem verheerenden Himalaya-Erdbeben sind vier Menschen nach Behördenangaben lebend aus den Trümmern geborgen worden. Soldaten und Polizisten hätten die zwei Frauen, einen Mann und einem über 105 Jahre alten Greis ausgegraben.

Zwei von ihnen hätten unter den Überresten ihres Lehmhauses im Dorf Kerabari im Distrikt Sindhupalchowk gelegen. Einer sei in der Nähe von einem Erdrutsch erfasst und begraben worden. Der Greis sei aus den Überresten seines Lehmhauses im Norden Nepals ausgegraben worden, sagte Innenministeriumssprecher Laxmi Dhakal am Sonntag.

Zuletzt waren am Donnerstag ein 18-Jähriger sowie eine junge Frau gerettet worden. Sie hatten jeweils unter zusammengefallenen Häusern in der Hauptstadt Kathmandu gelegen. Die Regierung Nepals hatte am Samstag erklärt, es gebe quasi keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Deswegen sollten sich alle verfügbaren Kräfte auf die Verteilung von Zelten, Nahrungsmitteln und Wasser konzentrieren. Am Sonntag bestätigte Innenministeriumssprecher Laxmi Dhakal die an ein Wunder grenzende Rettung der drei Verschütteten.

Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 hatte am Samstag vor einer Woche den Himalaya erschüttert. Die Zahl der Toten in den betroffenen Ländern Nepal, Indien und China liegt inzwischen bei mehr als 7100.

1000 Europäer in Nepal vermisst

Auch mehr als eine Woche nach dem Himalaya-Erdbeben werden noch viele Ausländer in Nepal vermisst. Dutzende Touristen könnten etwa im Kenjing-Tal im beliebten Langtang-Nationalpark in Erdrutschen verschüttet sein, sagte PolizeisprecherPrabin Pokharel am Sonntag. Dort seien 48 Leichen in einer Erdlawine gefunden worden, unter ihnen drei Ausländer. Angaben zur Nationalität machte er nicht.

Nach EU-Angaben bestand zuletzt zu rund 1000 Europäern kein Kontakt: Zu ihnen gehören auch die beiden vermissten Lehrterinnen. Auch am Sonntag gab es keine Hinweise auf ihren Verbleib.

dpa

dpa

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