Traurige Jahresbilanz

28.000 Rehe in Niedersachsen überfahren

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Foto: Im Jahr 2013 sind auf Niedersachsens Straßen fast 28.000 Rehe überfahren worden.

Hannover - Fast 28.000 Rehe sind im vergangenen Jahr auf Niedersachsens Straßen und Eisenbahnschienen ums Leben gekommen. Das geht aus dem aktuellen Landesjagdbericht hervor.

Danach hat sich die Zahl der im Verkehr getöteten Rehe im Vergleich zum Vorjahr um rund 1000 und im Vergleich zum Jahr 2011 sogar um etwa 2000 erhöht.

„Rehe sind das mit Abstand häufigste Schalenwild in Niedersachsen“, sagte ein Sprecher der Landesjägerschaft am Montag. „Und sie kommen flächendeckend vor“. Das sei die Erklärung für die hohe Zahl von Unfällen mit Rehen. Zudem seien vor allem die jungen männlichen Rehe häufig auf der Wanderschaft. Dabei überquerten sie auch viele Straßen.

Anders als beim Rehwild waren die Zahlen der im Verkehr getöteten anderen Schalenwildarten in Niedersachsen im Jahr 2013 rückläufig. Landesweit starben 148 Rothirsche (Vorjahr 177), 920 Damhirsche (Vorjahr 977) und 1456 Wildschweine (Vorjahr 1942) auf Straßen und Bahnstrecken.

„Ohne die vielen Maßnahmen zur Vermeidung von Wildunfällen gäbe es vermutlich noch sehr viel mehr überfahrene Rehe in Niedersachsen“, sagte eine ADAC-Sprecherin. An Wildunfall-Schwerpunkten müsse angesichts der hohen Zahlen allerdings mehr getan werden.

dpa

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