Absturz in Indonesien

420000 Euro in Flugzeugwrack gefunden

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Foto: Offenbar hatte die abgestürzte Turboprop-Maschine in Indonesien säckeweise Bargeld an Bord.

Jakarta - Bei der Bergung der 54 Toten des Flugszeugsabsturzes in Indonesien haben die Bergungstrupps einen ungewöhnlichen Fund gemacht: In Säcken entdeckten die 6,5 Milliarden Ruppien in Bar, umgerechnet 420.000 Euro. Postbeamte sollen sie im Gepäck gehabt haben.

Während heftiger Regen und dichter Nebel weiterhin die Bergungsarbeiten im indonesischen Urwald erschwert, haben die Helfer beim Wrack einen ungewöhnlichen Fund gemacht. In mehreren weißen Säcken entdeckten sie 6,5 Milliarden Ruppien, umgerechnet 420.000 Euro in Bar.

Postmitarbeiter, die an Bord der Maschine waren, sollen das Geld mitgeführt haben. Es handele sich um Unterstützung für die Menschen in abgelegenen Gegenden, sagte der Chef der Postbehörde gegenüber der BBC: "Unsere Kollegen hatten diese Säcke dabei, un das Geld direkt an die armen Menschen auszuhändigen."

Die Bergung gestaltet sich weiterhin als schwierig. Ein Ausfliegen der Opfer per Helikopter sei wegen der Wetterbedingungen derzeit nicht möglich, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Antara am Mittwoch einen Vertreter des Militärs. Die Absturzstelle in der Provinz Papua liegt in unwegsamen und bergigen Gelände. Ein Transport der Opfer auf dem Landweg wäre sehr schwierig. Die Leichensäcke sollen daher per Seil mit einem Hubschrauber ausgeflogen werden.

Die Turboprop-Maschine der Regionalfluglinie Trigana Air war am Sonntag auf dem Weg von Jayapura nach Oksibil kurz vor der Landung abgestürzt. Alle 54 Menschen an Bord starben. Die Flugsicherheit in Indonesien steht immer wieder in der Kritik. Es ist dies bereits das dritte Flugzeugunglück in Indonesien in acht Monaten.

dpa/aks

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