Unfall auf A7

56-Jähriger rast in Stauende und stirbt

+
Ein umgekippter Gefahrguttransporter hat für erhebliche Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn 7 gesorgt.

Hildesheim - Die Sperrung der A7 zwischen Hildesheim und Hannover-Laatzen wurde einem 56-jährigen Autofahrer zum Verhängnis: Der laut Polizei stark angetrunkene Mann raste am Donnerstagabend in einen Sattelzug am Stauende und erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Gegen 20.35 Uhr war ein 35 Jahre alter Mann aus Oldenburg mit seinem Gefahrguttransporter in Richtung Kassel unterwegs. Aus bisher noch nicht geklärten Gründen kam sein Sattelzug von der Fahrbahn ab und kippte schließlich um. Der Sattelzug rutschte gegen die Mittelleitplanke, blieb liegen und blockierte die beiden linken Fahrspuren. Zudem beschädigen umherfliegende Trümmerteile ein Auto auf der Gegenfahrbahn. Der Fahrer des Lastwagens wurde bei dem Unfall schwer verletzt und kurze Zeit später in ein Krankenhaus gebracht.

Da der Lastwagen ein leicht entzündliches Kältemittel geladen hatte und Flüssigkeit aus dem Auflieger austrat, ging die Feuerwehr zunächst davon aus, dass das Gefahrengut auslief. Die Einsatzkräfte sperrten die Autobahn komplett. Wenig später stellte sich heraus, dass es sich nicht um einen gefährlichen Stoff handelte. Für die Bergung des Lastwagens wurde die A 7 zwischen den Anschlussstellen Laatzen und Hildesheim-Drispenstedt bis 10.30 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wurde über die Bundesstraße 6 umgeleitet. Die Autos auf der A 7 stauten sich auf einer Länge von fünf Kilometern.

Dieser Stau wurde einem Mann aus dem Emsland zum Verhängnis. Gegen 22.15 Uhr rast er mit seinem Auto aus Richtung Kassel kommend ungebremst in das Stauende. Sein Wagen schob sich dabei unter den Anhänger eines Lastwagens, wodurch das Autodach bis auf die Rückbank eingedrückt und der 65-Jährige einklemmte wurde. Die Feuerwehr befreite den schwerverletzten Mann. Er starb jedoch kurze Zeit darauf im Klinikum Hildesheim an seinen schweren Verletzungen.

Bei ersten Untersuchungen stellt sich heraus, dass der Pkw-Fahrer stark alkoholisiert war. Um den Unfall zu dokumentieren und die Unfallstelle zu räumen, sperrt die Polizei die Autobahn bis 4.20Uhr von der Anschlussstelle Hildesheim bis zum Messe-Dreieck. Zur Klärung der Unfallursache hat die Polizei ein Ingenieurbüro hinzugezogen.

von Jörn Kießler

1970847

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare