Landgericht Lüneburg

69-Jähriger wegen Drogenhandels verurteilt

Lüneburg - Wegen bewaffneten Drogenhandels hat das Landgericht Lüneburg einen 69-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt.

Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, wie die „Landeszeitung“ am Freitag berichtete. Der Rentner hatte nach Überzeugung der 3. Großen Strafkammer in Schneverdingen Kokain verkauft. Die Polizei hatte den 69-Jährigen am 1. Juli bei einer Fahrt gestoppt und den Wagen durchsucht. Dabei fanden die Beamten entsprechende Briefchen und mit Quarzsand gefüllte Handschuhe. Mit diesen hätte man einen Gegner erheblich verletzen können. Der bei einer anschließenden Hausdurchsuchung gefundene Revolver entpuppte sich als Deko-Waffe.

Mehrere Tausend Euro, die zunächst als mutmaßliches Drogengeld beschlagnahmt worden waren, wird der 69-Jährige zurückbekommen. Das Gericht habe bei seiner Entscheidung am Donnerstagnachmittag nicht widerlegen können, dass das Geld für den Kauf eines Hochzeitsgeschenks eines Familienmitglieds vorgesehen war, bestätigte ein Gerichtssprecher am Freitag. In einer von seinen Anwälten verlesenen Erklärung hatte der 69-Jährige die Vorwürfe zu Prozessbeginn am vergangenen Montag weitgehend eingeräumt. Ein Urteil war ursprünglich für den 11. Dezember erwartet worden.

lni

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